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Borna Neues Leben in Bornas alter Klavierfabrik – 26 seniorengerechte Wohnungen entstehen
Region Borna Neues Leben in Bornas alter Klavierfabrik – 26 seniorengerechte Wohnungen entstehen
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00:17 11.05.2017
Das DRK Leipziger Land baut in der ehemaligen Lindholm-Klavierfabrik seniorengerechte Wohnungen. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Neues Leben in alten Mauern: Mit dem ersten Spatenstich gab es am Montag den Startschuss für die Errichtung einer Anlage für betreutes Wohnen in der ehemaligen Lindholm-Klavierfabrik in der Breiten Straße in Borna. In einem reichlichen Jahr soll der Umbau abgeschlossen sein, erklärte Kathrin Nast, Vorstand der Wohnungsbaugesellschaft (WBG) Espenhain. Betreiber der Wohnungsanlage ist der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Leipziger Land.

Für den Standort in der Breiten Straße spreche vor allem „die zentrale Lage“, machte WBG-Vorstand Nast klar. Das Gebäude stand lange Zeit leer. Um es seniorengerecht auszubauen, waren Abrisse eines Hinterhauses sowie der Straßenfront nötig. Das Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, werde aber in seiner Grundsubstanz erhalten.

Es handelt sich um ein Haus mit Geschichte. Der schwedische Harmoniumfabrikant Olof Lindholm, der 1892 nach Borna gekommen war, zog zwei Jahre später in die Räume der vormaligen Dampf-Lohmühle Jacob in der Breiten Straße 7 ein. In den Jahren um die vorletzte Jahrhundertwende lieferte das Unternehmen jährlich 400 Instrumente aus. Im Jahr 1911 wurde die Fabrik vom westfälischen Klavier- und Harmoniumbauer Gustav Weischet übernommen. Das Unternehmen blieb bis zur Enteignung und Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb im Jahr 1972 in Familienbesitz.

Für die 26 Wohnungen, die die Mildensteiner Baugilde aus Leisnig errichtet, gibt es nach Angaben von Jens Bruske, Vorstand des DRK Leipziger Land, bereits erste Interessenten. „Das liegt an der demografischen Entwicklung.“ Der Bedarf an Wohnungen, in denen Senioren so lange wie möglich selbstständig leben können, nehme zu. Das DRK, das für die Betreuung der künftigen Mieter zuständig ist, verlagert auch seine Bornaer Geschäftsstelle aus der Roßmarktschen Straße in die ehemalige Klavierfabrik.

Für das DRK Leipziger Land ist es nicht die erste Anlage für betreutes Wohnen. Vergleichbare Einrichtungen betreibt das DRK bereits in Zwenkau, Taucha und Markranstädt. Die insgesamt 26 neuen Zwei-Raum-Wohnungen in Borna sind zwischen 40 und 65 Quadratmetern groß. Sie sind allesamt barrierefrei und haben Balkons. Das historische Gebäude bekommt einen Aufzug. Zudem gibt es Aufenthaltsräume für die Bewohner.

Hinter dem Haus entsteht eine Grünanlage für die Bewohner. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro. Und das Haus soll auch nach Fertigstellung der seniorengerechten Wohnungen wiedererkennbar sein. Nach Angaben von Tatjana Dathe, ihres Zeichens Fachdienstleiterin Bau in der Bornaer Stadtverwaltung, wird die Fassade wieder so hergestellt, wie sie war. Dann soll auch der historische Schriftzug „Lindholm“ wieder zu sehen sein.

Von Nikos Natsidis

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