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Borna Neues Licht-Zeitalter im Rathaus von Kitzscher
Region Borna Neues Licht-Zeitalter im Rathaus von Kitzscher
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13:56 19.05.2015
Patrik Kreft von Elektro Lehmann stellt im Rathaus von Kitzscher die neuen Leuchten für die Büroräume vor. Quelle: Thomas Kube

Die Mitarbeiter werden sich freilich erst daran gewöhnen müssen, dass Energiesparen jetzt automatisch geht.

Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) ist begeistert. Sein Dienstzimmer war eines der ersten, das mit den flachen, in die Deckenplatten integrierten Leuchten ausgestattet wurde, in denen stromsparende LED für Licht sorgen. Unauffällig ergänzen die Leuchtkörper das in den Raum fallende Tageslicht. Schramm führt die Funktion vor, schaltet aus und wieder ein. Für kurze Zeit leuchten die Lampen mit maximaler Helligkeit auf, um sogleich wieder langsam dunkler zu werden. Sie geben nur so viel Licht ab, wie nötig.

106 Deckenleuchten in den Büros und Fluren haben Mitarbeiter der Firma Elektro Lehmann ausgewechselt. Das automatische Dimmen ist nicht der einzige Vorzug der neuen Beleuchtung. Hinter den kleinen schwarzen Vierecken in einer oder zwei der Lampen in jedem Büro verbirgt sich nicht nur der Dämmerungsschalter, der für gleichbleibende Helligkeit im Raum sorgt. Die Lichtstärke in öffentlichen Büros ist übrigens exakt vorgeschrieben. Es gibt da auch noch den Präsenzmelder. "Der überwacht den Raum mit einem Infrarotsignal und erkennt, ob jemand im Raum ist oder nicht", erklärt Patrick Kreft vom Bad Lausicker Elektrounternehmen. Wird 15 Minuten lang niemand im Raum erkannt, schaltet das Licht automatisch ab. Das kann in der Mittagspause sein oder nach Feierabend. In den Fluren dauert es 30 Minuten, ehe die Beleuchtung abschaltet. Betritt jemand den Raum, wird es wieder hell.

Die Installation der Leuchten wird in diesen Tagen abgeschlossen, die Feineinstellung der Steuerung, sagt Kreft, könnte noch ein paar Tage in Anspruch nehmen.

Rund 50 000 Euro kostet die Umrüstung des Rathauses. Und während die neuen Leuchten in den Fluren laut Kreft solider Mittelklassestandard seien, bekommt die Stadt in den Büros etwas, das nicht nur dem Stand der Technik entspricht, sondern "durchaus höherwertig" ist. Die Lebenszeit liege bei zehn bis 20 Jahren. Für die Investition nutzt die Stadt Fördermittel aus dem "Energie- und Klimafonds". Es wird mit einer Einsparung von Kohlendioxid von mindestens 50 Prozent gerechnet.

Die Mitarbeiter scheinen mit der neuen Beleuchtung zufrieden zu sein. Marco Baaske im Ordnungsamt findet die gleichbleibende Helligkeit angenehm. Bettina Brauneis aus dem Bauamt sagt: "Wenn man nicht unmittelbar darunter sitzt, merkt man gar nicht, dass das Licht an ist." Den Lichtschalter ab jetzt gar nicht mehr zu betätigen, damit wird auch sie sich erst anfreunden müssen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2014
Neumann, André

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