Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Neues Wohngebiet in Pegau geplant: Investor setzt auf Areal am Angelteich
Region Borna Neues Wohngebiet in Pegau geplant: Investor setzt auf Areal am Angelteich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 23.02.2018
Eine 3-D-Animation der Immobilienfirma Prometheus Real Estate enthält auch diesen idyllischen Blick auf ihr künftiges Wohngebiet am Angelteich in Pegau. Quelle: Unternehmen
Anzeige
Pegau

In der Elsterstadt ist Nachschub für Baugrundstücke in Arbeit. Statt der Kommune ist es diesmal ein Unternehmen, das ein Wohngebiet entwickeln will. Die Immobilienfirma Prometheus Real Estate aus Markkleeberg hat im Dezember ein rund 30 000 Quadratmeter großes Areal an der Carsdorfer Straße erworben, für das auf zwei Dritteln derzeit der Bebauungsplan „Wohnen am Angelteich“ erarbeitet wird. „Wir können uns dort Einfamilienhäuser vorstellen, die bauträgerfrei errichtet werden können“, sagte Prometheus-Chef Heiko Spauke. „Eventuell treten wir für die Reihenhäuser als Bauträger auf oder arbeiten mit einem weiteren Investor zusammen.“

Der Bebauungsplan (B-Plan) ist eine städtische Aufgabe, mit der für ein be­stimmtes Gebiet allgemeinverbindliche Festlegungen für die bauliche und sonstige Nutzung getroffen werden. Für die gesetzlich geforderte frühzeitige Bürgerbeteiligung hat Pegaus Bau- und Ordnungsamtsleiter Gunther Grothe das Projekt jetzt in einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Sieben Interessenten, Anwohner, aber auch drei Leipziger, hörten sich die Informationen an; eine Überraschung für Grothe: „Meist bin ich bei solchen Veranstaltungen allein.“

Im B-Plan-Bereich sehen die Vorstellungen des Unternehmens drei Reihenhäuser für insgesamt 16 Familien parallel zur Carsdorfer Straße sowie zwischen diesen und dem Teich 16 einzelne Einfamilienhäuser vor. Wobei es

Die Planzeichnung für den Entwurf des Bebauungsplans „Wohnen am Angelteich“. Quelle: Unternehmen

zunächst „um Baufelder, die Art der Bebauung, die Ge­schossigkeit, hier bis zwei Etagen“ geht, erklärte Grothe. Als Erschließungsstraße vorgesehen sei keine Sackgasse, sondern eine Art Ringstraße mit Parkflächen sowie Ein- und Ausfahrt zur Carsdorfer Straße. Seiner Ansicht nach werde aber aus den Bootsstegen am Teich sowie den Stellplätzen direkt an der Carsdorfer Straße nichts. „Letzteres lässt die Verkehrsbehörde sicherlich nicht zu. Da wird es einen Fußweg geben müssen. Und der Teich ist einerseits an den Anglerverband Leipzig verpachtet und andererseits zu klein fürs richtige

Aktueller Blick auf das Gelände hinter der Carsdorfer Straße von Nordwesten her. Quelle: Mathias Bierende

Bootfahren.“

Am Verfahren werden unter anderem Behörden, Versorgungsunternehmen und Bürger beteiligt, deren Hinweise und Anregungen der Stadtrat später abwägen muss. „Schon klar ist“, sagte der Amtsleiter, „dass eine Untersuchung zu den Altlasten sowie deren Beseitigung erforderlich sind.“ Vor Jahrzehnten

Aktueller Blick auf das Gelände vom Eck Carsdorfer Straße (vorn)/Straße Am Angelteich (rechts) – in nordöstliche Richtung. Quelle: Mathias Bierende

hatte dort eine Ziegelei gestanden, später gab es da einen Landwirtschaftsbetrieb, der unter anderem eine Dieseltankstelle und eine Klärgrube hatte.

Außerhalb dieses Areals sind weitere vier Gebäude direkt an der Straße Am Angelteich vorgesehen; da das als „Innenbereich zählt, ist dafür kein B-Plan nötig“, sagte Gunther Grothe.

Das aktuelle Verfahren ziehe sich bis zu anderthalb Jahre hin. Für die Erschließung rechne das Unternehmen zunächst mit 700 000 Euro. Der Bauamtsleiter findet es gut, das der private Bereich ein Wohngebiet entwickelt. „Dann muss nicht immer die Stadt Geld in die Hand nehmen.“ Und neue Bauplätze werden benötigt, die Nachfrage sei weiterhin recht stark, sodass ein neues Wohngebiet der Kommune gerade recht kommt. Hier gebe es natürlich ein gewisses Risiko wegen der Altlasten.

Von Olaf Krenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kitzscher wollte bei der Energiewende Vorreiter sein und setzte zeitig auf ein kommunales Elektrofahrzeug. Jetzt ist der Traum vorläufig ausgeträumt. Das E-Auto geht zurück zum Händler, das neue hat einen Verbrennungsmotor.

14.09.2017

Das Bornaer Kirchenladencafé hat am Dienstagabend sein zehntes und letztes Sommerfest gefeiert. Ende September schließt das Offenkundig endgültig seine Pforten. Doch das Ende bedeutet nicht zugleich Schluss für alle Angebote.

17.09.2017

Sehr schwer verletzt wurde eine 17-Jährige bei einem Unfall am Mittwoch gegen 13 Uhr im Pegauer Ortsteil Kitzen. Sie war auf einen Toyota aufgefahren, der vor ihr verkehrsbedingt halten musste, und wurde dabei auf das Dach des Autos geschleudert. Ein Rettungshubschrauber brachte die junge Frau in eine Leipziger Klinik.

14.09.2017
Anzeige