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Borna Neukieritzsch: Pleißeübergang bei Kahnsdorf braucht jede Menge neues Holz
Region Borna Neukieritzsch: Pleißeübergang bei Kahnsdorf braucht jede Menge neues Holz
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07:00 22.04.2017
Die Zimmerei Schindler aus Lauterbach repariert derzeit die Holzbrücke zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf. Quelle: André Neumann
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Neukieritzsch/Kahnsdorf

Die Holzbrücke über die Pleiße ist für Fußgänger und Radfahrer die kürzeste Verbindung zwischen Neukieritzsch und dem Ortsteil Kahnsdorf. Seit Ende März ist das rund 26 Jahre alte Bauwerk gesperrt. Nach vielen Anläufen hat die Gemeinde Neukieritzsch eine Reparatur in Auftrag gegeben. Die Zimmerei Schindler aus Lauterbach setzt das hölzerne Tragwerk instand und ersetzt die Beplankung.

Dass das nötig ist, hatte schon ein Holzgutachten aus dem Jahr 2011 ergeben. Damals hatten die Gutachter empfohlen, die Brücke entweder zu sanieren oder komplett zu erneuern. Zeitweilig wurde über eine Brücke aus Aluminium nachgedacht. Die wäre aber, erinnert sich der heutige Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU), nicht gefördert worden, weil die Breite, die die vorhandenen Pfeiler zugelassen hätten, nicht den standardmäßigen Anforderungen an einen Geh- und Radweg genügt hätten. Deswegen blieb die Sanierung die einzige Alternative. Allerdings fehlte dafür jahrelang das Geld.

Der Reparaturbedarf war sogar schon vor dem 2011er Gutachten erkannt worden. Noch vor der Eingemeindung nach Neukieritzsch hatte die Gemeinde Lobstädt 2007 in ihrem letzten Haushaltplan 25 000 Euro dafür vorgesehen.

Jetzt geht Neukieritzsch vom Dreifachen aus und muss dennoch ohne Fördermittel auskommen. Allerdings haben der Zweckverband Bornaer Land und der Abwasserzweckverband zugesagt, je ein Drittel der Kosten zu tragen, weil sie die Brücke als Träger für Leitungen nutzen.

Wie dringend die Sanierung tatsächlich ist, zeigte sich, als die ersten Laufplanken abgenommen wurden. Jede Menge verfaultes Holz kam im Tragwerk zum Vorschein. Holz müsse eben auch gepflegt werden, kommentiert Firmeninhaber Thomas Schindler. Dessen Bruder und Firmenpartner Frank Schindler macht für den Zustand der Brücke auch einen Konstruktionsfehler verantwortlich: Das Wasser habe nicht ablaufen können und sei durch die Schraubenlöcher ins Holz eingedrungen.

Deswegen schneiden die Mitarbeiter der Zimmerei jetzt das befallene Holz heraus und füllen die Lücken mit neuem. Die Lauffläche wird komplett ersetzt. Und zwar so, dass das Regenwasser ablaufen könne, sagt Frank Schindler. Die Arbeiten, die in der Woche vor Ostern begannen, werden voraussichtlich sechs Wochen dauern.

Dadurch überschneidet sich die Bauzeit mit der 7-Seen-Wanderung, die vom 5. bis 7. Mai stattfindet. Die Zimmerei Schindler hatte angeboten, die Brücke für das Wochenende begehbar zu machen. Doch die Gemeinde und der Veranstalter haben sich darauf geeinigt, dass die drei betroffenen Touren zwischen Neukieritzsch und Kahnsdorf den Weg über Lobstädt und Großzössen nehmen. Die Information sei noch rechtzeitig genug gekommen, sagt Karen Schwarzer vom Verein Sportfreunde Neuseenland. Die 3-Länder-Tour sei deswegen jetzt wieder 103 statt 100 Kilometer lang.

Von André Neumann

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