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Borna Neukieritzsch: Viel Lob für neuen Hort
Region Borna Neukieritzsch: Viel Lob für neuen Hort
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08:38 01.10.2018
Willkommen im „Entdeckerland“. Den leckeren Kuchen haben Muttis und Omas gebacken, freuen sich Dayna, Iman, Marietta, Lucy und Nora. Quelle: Jens Paul Taubert
Neukieritzsch

Der neue Hort im Obergeschoss der Grundschule in Neukieritzsch heißt „Entdeckerland“. Was es hier alles zu entdecken gibt, durften sich Eltern und Großeltern beim Tag der offenen Tür anschauen. Wenige Wochen nach der Eröffnung schlüpften Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen in die Rolle von Gästeführern und stellten stolz ihr neues Reich vor. Denn das „Entdeckerland“, da sind sich nicht nur Iman, Dayna, Lucy, Marietta, und Moritz einig, „ist wirklich sehr schön“.

Im Spielezimmer (v.li.): Lucy, Marietta, Janes, Jonas, Nilo, Dayna und Iman. Quelle: Jens Paul Taubert

Der Name „Entdeckerland“ ist übrigens aus einem Namenswettbewerb hervorgegangen. Die Kinder haben sehr viele Vorschläge eingereicht, gewonnen hat schließlich der von Lea aus der zweiten Klasse.

Große Räume bieten viele Möglichkeiten

Was auffällt in der umgebauten Schuletage, ist die Größe der Räume, die einmal Klassenzimmer waren. „Hier kann man alles machen“, schwärmt Lucy im Mehrzweckraum und zählt auf: „Tanzen, sich verkleiden, Musik hören, Filme gucken oder die Fische im Aquarium anschauen.“

Möbel sind schnell an die Seite geräumt

Möbel sind eher spärlich vorhanden und beweglich, wie Tino Tilchner, der 33 Jahre alte Leiter der Einrichtung betont. Leichte Tische und Schränke und die farbigen, weichen Stoffhocker lassen sich leicht zur Seite räumen, wenn Platz gebraucht wird. Wie an diesem Nachmittag für die Tanzmäuse des Karnevalsvereins und das Nachwuchsorchester des Musikvereins.

Paul im Ruheraum. Quelle: Jens Paul Taubert

Auch in den anderen Räumen ist viel Platz. Da gibt es die Cafeteria, das Spielzimmer, gleich nebenan das Bastelzimmer und den Ruheraum mit gemütlicher großer Sofaecke, leuchtenden Hockern und vielen Büchern.

Kinder können sich aussuchen, wo sie sein möchten

Die Raumstruktur passt ins neue Konzept des Hortes. Herrschte am alten Standort im „Haus der Zukunft“ eher gruppenbetonte Arbeit vor, können die Kinder jetzt, wie Tilchner sagt, selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten. Das bedeute auch, die Kinder müssten lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Begrüßung durch Hortleiter Tino Tilchner (li.). Quelle: Jens Paul Taubert

Beate Eisert-Krasselt lässt sich von Tochter Nora die Hortetage zeigen. Ihr erster Eindruck: „Sehr schön, sehr groß. Die Kinder können sich hier auch mal austoben.“ Lob für den neuen Hort kommt auch aus berufenem Munde. Die 82-jährige Ingrid Girod schaut sich die Einrichtung an, sie war die Leiterin des früheren Neukieritzscher Kindergartens, der sich von 1970 bis 1991 gleich nebenan im heutigen Gemeindeamt befand.

Mehr Zeit für Betreuung, weil der Weg entfällt

„Es ist schön großzügig und kinderfreundlich eingerichtet.“ Hinzu kommt: Weil der lange Weg zwischen Schule und dem bisherigen Hort im „Haus der Zukunft“ in der Leipziger Straße weg fällt, bleibe mehr Zeit für die Betreuung der Kinder, sagt Karin Gürtner. Die jetzige Ruheständlerin war bis zum 31. Juli Fachbereichskoordinatorin für Kindertagesstätten beim Betreiber, der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental. „Ich bin froh, dass die Kommune das Geld in die Hand genommen hat“, sagt sie.

Umbau hat fast halbe Million Euro gekostet

Der Umbau der obersten Schultage zum Hort hat knapp eine halbe Million Euro gekostet. Der Umzug war nötig, weil im „Haus der Zukunft“ der Platz nicht mehr ausreichte, weil dort der Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen gestiegen ist. Rund 75 Mädchen und Jungen besuchen derzeit den Hort, laut Betriebserlaubnis können noch 30 mehr aufgenommen werden.

Von André Neumann

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