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Borna Neukieritzscher SPD: Sporthalle Lobstädt kein Verdienst der CDU
Region Borna Neukieritzscher SPD: Sporthalle Lobstädt kein Verdienst der CDU
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00:16 04.07.2017
Zankapfel: Die SPD will treibende Kraft für den Bau der Lobstädter Sporthalle gewesen sein. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Lobstädt

Nach der wohlklingenden Halbzeitbilanz der CDU über die Arbeit in der bisherigen Legislaturperiode des Neukieritzscher Gemeinderates kommt Widerspruch von der SPD. Deren Gemeinderat Thomas Meckel sieht nämlich in der vor einem Jahr eingeweihten neuen Victoria-Sporthalle in Lobstädt „kein Projekt, für das sich allein und zuallererst die CDU in die Brust werfen kann“. Vielmehr sei die SPD hier treibend gewesen. Die Orts- und Fraktionsvorsitzende der CDU, Silke Lorenz, hatte die Halle als eines der programmatischen Ziele der vergangenen Kommunalwahl bezeichnet

Laut Meckel sei die Halle den Lobstädtern samt den Großzössener und Kahnsdorfer Grundschülern schon 2007 mit der Eingemeindung nach Neukieritzsch versprochen worden. Schon zeitig habe es Pläne gegeben. Allerdings habe sich lange nichts getan. „Begründung war immer der gestellte und an oberer Stelle abgelehnte Fördermittelantrag“, sagt Meckel.

Der zugleich überzeugt ist, das Projekt wäre ganz in Vergessenheit geraten, wenn es nicht immer wieder Anfragen aus der SPD-Fraktion gegeben hätte. Tatsächlich gab es Zeiten, in denen keine Gemeinderatssitzung verging, in der Meckel selbst sich nicht mit Nachdruck nach dem Stand der Dinge erkundigte. „Gern“, schiebt Meckel hinterher, „hätten die Sozialdemokraten dabei auch einmal Worte des Zuspruchs in der Sache aus den Reihen der CDU gehört.“ Stattdessen habe auch ein Ortstermin in der alten Halle bei der Mehrheitsfraktion keine Wirkung gezeigt.

Bewegung sei erst in die Sache gekommen, nimmt Meckel für seine Fraktion in Anspruch, als die SPD 2013 den Antrag stellte, die Halle ohne Fördermittel zu bauen. Der sei dann gar nicht erst zur Abstimmung gekommen, weil, so schildert es Thomas Meckel, „plötzlich, kurz vor der Kommunalwahl, doch noch die Bewilligung des Fördermittelantrags aus Dresden ins Haus flatterte“.

Sieben Jahre habe der Vorgang letztlich gedauert, stellt der SPD-Abgeordnete fest und beschreibt gleich noch ein Negativ-Szenario: Wäre der Bau der Halle weiter verzögert worden, nimmt er an, hätte Lobstädt bei der aktuellen finanziellen Situation Neukieritzschs bis heute keine neue Sporthalle. Dann hätte sogar die Zukunft der Grundschule genau zu der Zeit auf der Kippe gestanden, als auch der Bestand der Grundschule in Deutzen zur Debatte stand. „Beides konnte Gott sei Dank abgewendet werden. Die CDU-Fraktion selbst hat nicht viel Engagement in dieser Hinsicht gezeigt“, stellt Meckel fest.

Von André Neumann

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