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Borna Neukieritzscher Verein atmet auf: Reithalle in Sicht
Region Borna Neukieritzscher Verein atmet auf: Reithalle in Sicht
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00:37 07.05.2018
Training beim Reitsportverein Neuseenland Neukieritzsch: Louis versucht mit Bonita einen Sprung, Marle und Lilith reiten daneben. Lena unterstützt das Training. Quelle: André Neumann
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Neukieritzsch

Jetzt ist es nicht mehr so kalt an den Trainingsnachmittagen, der Boden auf dem Reitplatz nicht mehr so schlammig und unwegsam wie vor ein paar Monaten, als im Dezember und Januar sogar Trainingsstunden ausfallen mussten.

Wunsch nach Reithalle steht seit Jahren

Trotzdem: Die Neukieritzscher Reitsportler um Eckart Landgraf (67) und dessen Sohn Marco (38) sehnen sich nach einer Reithalle. Und das schon seit Jahren. Eckart Landgraf, Vorsitzender des Reitsportvereins Neuseenland Neukieritzsch und Mitglied des Gemeinderates, hatte in den vergangenen Jahren nicht nur einmal das Gefühl, die Bauabsichten seines Sohnes beziehungsweise des Vereins würden politisch blockiert.

Gemeinderat leitet Planverfahren ein

Jetzt aber zeigen die Signale aus Sicht des Vereins in die richtige Richtung. Der Gemeinderat hat beschlossen, ein Bebaungsplanverfahren einzuleiten und damit Baurecht zu schaffen. Wer letztlich Bauherr sein wird, ist noch nicht ganz entschieden. Entweder der Verein, der das Grundstück dafür von Marco Landgraf pachten würde, oder – was wahrscheinlicher ist – der selbst, der den Verein dann als Mieter hätte.

Neue Zeit könnte anbrechen

Wie auch immer das Konstrukt aussehen wird, für die Reitsportler, überwiegend Kinder und Jugendliche, würde eine neue Zeit anbrechen. Seit zehn Jahren wird ganz am östlichen Ortstrand von Neukieritzsch Reitsport betrieben. Zuerst unter dem Dach der Sportfreunde Neukieritzsch (SfN), bis sich im September 2016 der eigenständige Verein gründete, angetrieben durch die Veränderungen bei der Sportförderung in Neukieritzsch, die auch bei den SfN zu höheren Beiträgen führten.

„Wenn man hier draußen bei minus zehn Grad reitet“, das ist nicht angenehm, sagt Eckart Landgraf. Zumal es in seinem Verein nicht vordergründig um Leistungssport geht. „Unser Anliegen ist es, die Liebe zu den Tieren zu entwickeln und die Begeisterung für den Sport zu wecken.“ Den, darauf legt er Wert, sich im Verein jeder leisten können soll.

Halle wird auch behindertengerecht

Für Marco Landgraf sind die Pläne derweil schon recht konkret. Er hofft, dass er bis zum Herbst dieses Jahres einen bestätigte Bebauungsplanung hat. Die 42 Meter lange und 22 Meter breite Halle soll auf einen Grundstück dicht an seinem Haus aufgestellt werden. Sie bekommt einen Sozialtrakt und soll insgesamt auch behindertengerecht werden, weil der Verein schon jetzt unter anderem mit Einrichtungen der Lebenshilfe und der Diakonie zusammenarbeitet.

Bei der Suche nach dem in Frage kommenden Baugrundstück spielte ein Projekt eine wesentliche Rolle, welches die Gemeinde Neukieritzsch verfolgt. Durch den Teil der Gemeinde, auf dem in der Straße Am Reiterhof das Areal des Reitvereins liegt, führt nämlich der Korridor für eine Ortsverbindungsstraße zwischen Kahnsdorf und Neukieritzsch. Der muss frei gehalten werden.

Von André Neumann

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