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Borna Neukirchen bis 2020 am Netz: Zweckverband verbaut Millionen
Region Borna Neukirchen bis 2020 am Netz: Zweckverband verbaut Millionen
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22:19 26.02.2016
Im Wiesenweg von Wyhra wird ein zentraler Abwasserkanal verlegt. Die Bauarbeiten dazu sollen im Sommer beginnen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Obwohl die rechtlichen Rahmenbedingungen vorgeben, dass bis Ende 2015 alle Abwasser in Sachsen geklärt werden müssen, räumte Lindstedt ein, dass im ländlichen Raum das Ziel nicht erreicht worden ist. Seit 2010 seien im Verbandsgebiet von 1149 zentralen Anschlüssen 504 realisiert worden. „Wyhratal ist nicht zu kurz gekommen“, so Lindstedt. Der AZV haben in Raupenhain 20, in Wyhra 64, in Neukirchen fünf und in Zedtlitz zwei Grundstücke bereits an das zentrale Netz angebunden. Mit Beendigung des dritten Bauabschnittes ist Raupenhain Ende des Jahres versorgt.

Für die noch offenen Baumaßnahmen macht der Manager einen Zeithorizont über fünf Jahre auf. Für die Anschlüsse in der Zedtlitzer Dorfstraße (27), Hauptstraße (17) und Am Gasthof (2) laufen derzeit die Planungen. Baubeginn in der Dorfstraße und Am Gasthof ist 2017, in der Hauptstraße 2018. Wenn 2019 die Grundstücke An der Schmiede (14) ans Netz gehen, ist auch Zedtlitz komplett versorgt.

In Neukirchen hat der Zweckverband erst ein Drittel der Anschlüsse gebaut, über 150 sind offen. „Hier ist noch richtig viel zu tun“, so Lindstedt. Für den Wiesenweg (24 Grundstücke) prognostiziert Lindstedt bereits einen Baubeginn in diesem Sommer. Die betroffenen Anlieger am Schulweg (4) und An der Schanze (10) müssen 2017 mit Baumaßnahmen rechnen. Ebenso in der Wyhraer Straße (33), wo sich bereits die Planungen schwierig gestalten. Hier müsste zum Teil die Fließrichtung gedreht und das Abwasser gehoben werden. Bereits im darauffolgenden Jahr ist eine Kanalverlegung in der Straße des Friedens (29) vorgesehen. 2019 sollen die Anschlüsse in der Siedlerstraße (6), Alte Straße Richtung Schwarzenbergring (6) und Richtung Wyhraer Straße (12) geschaffen werden. In der Nenkersdorfer Straße (21), An der Turnhalle (4) und Am Sportplatz (7) legt der Zweckverband 2020 den Enspurt ein.

Mit dem Versand von Sanierungsbescheiden hat der Verband für Klarheit bei allen Grundstückseigentümer gesorgt, die ihre Anlangen weiterhin dezentral betreiben, aber auf vollbiologische Klärung umstellen.

In Raupenhain, Zedtlitz, Neukirchen und Wyhra betrifft das etwas mehr als 40 Wohnhäuser. Hier galt die Frist bis Ende 2015. Die bislang unversorgten und für den zentralen Anschluss vorgesehenen Grundstücksbesitzer können ihre Kleinkläranlage vorerst weiterbetreiben. Für den Anschluss zahlen sie einen Beitrag, der laut Lindstedt seit vielen Jahren stabil ist.

Von Birgit Schöppenthau

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