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Neukirchener Firma sorgt weltweit für eisiges Vergnügen

Ice, Sports und Solar (ISS) Neukirchener Firma sorgt weltweit für eisiges Vergnügen

Wenn sich ein Unternehmen im globalen Geschäft aufs Glatteis begibt, klingt das nach einer hochriskanten Angelegenheit. Doch das mit einer Niederlassung in Neukirchen angesiedelte Unternehmen ISS steht im eisigen Geschäft fest auf den Füßen. Seine Mitarbeiter sorgen weltweit für eisiges Vergnügen.

Unter anderem diese Schlauchträger-Matten gehörten zur Eisfläche bei der Curling-Weltmeisterschaft in Basel. „Für das gesamte Material brauchten wir sechs Lastzüge“, sagt Steffen Steingaß

Quelle: André Neumann

Borna/Neukirchen. Wenn sich ein Unternehmen im globalen Geschäft aufs Glatteis begibt, klingt das nach einer hochriskanten Angelegenheit. Doch das mit einer Niederlassung in Neukirchen angesiedelte Unternehmen ISS steht im eisigen Geschäft fest auf den Füßen. Seine Mitarbeiter sorgen weltweit für eisiges Vergnügen. Wer dabei ans Schleckern denkt, liegt falsch. Bei ISS, die Buchstaben stehen für Ice, Sports und Solar, geht es um Eishockey, Eiskunstlauf, Eistanz, Eisklettern, Rutschen auf und Wandern im Eis. Und auch ums Beheizen von Schwimmbädern mit Sonnenenergie. Was vom Eis-Geschäft gar nicht so weit entfernt ist.

Die ISS-Belegschaft im Gewerbegebiet im Ziegeleiweg in Neukirchen ist überschaubar klein, das Team um den Technischen Leiter Steffen Steingaß ist nur sechs Mann groß. Dafür sind die Lagerhalle und das Außengelände vollgepackt mit Material und Maschinen: Eismaschinen, fahrende Eishobel, riesige Mengen Schläuche aus Gummi oder Metall, Kunststoffplatten, Bandenteile, Glasplatten, Dutzende lustiger Eisbären und Pinguine, Hunderte Schlittschuhe, Trockenregale.

Wenn die Mitarbeiter der Niederlassung zu einem großen Auftrag ausrücken, dann werden meist sechs Lastzüge oder auch Schiffscontainer vollgepackt und verschickt. So wie zuletzt Mitte März, als das Ziel Basel hieß. Dort war am 20. März in der St. Jakobshalle gerade eines der weltweit größten Badminton-Turniere zu Ende gegangen, da bauten die Neukirchener den Komplex drei Tage später in eine Curling-Arena um. Auf vier Feldern auf einer insgesamt 1400 Quadratmeter großen Eisfläche kämpften Teams aus zwölf Ländern um den Weltmeistertitel im Curling der Herren. Das sechs Zentimeter starke Eis musste überall gleichbleibende minus 5,5 Grad Celsius haben, erzählt Steffen Steingaß, nur 0,1 Grad Abweichung sei erlaubt gewesen. Der kanadische Eismeister des Welt-Curling-Verbandes war zufrieden, freut sich Steingaß, der sich mit seinen Leuten vor dem Abbau das Endspiel nicht entgehen ließ: Kanada gewann gegen Dänemark.

Das nächste eisige Großereignis steht bereits bevor: Am 10. September beginnt die nächste Saison der Eishockey Bundesliga mit einem Knüller: Die Löwen Frankfurt und die Kassel Huskies bestreiten das Eröffnungsspiel im Fußballstadion Commerzbank Arena in Frankfurt, das bis zu 50 000 Zuschauer fasst. Dafür zaubern die ISS-Spezialisten aus Neukirchen zuvor mitten im Spätsommer ein Eis-Stadion auf den Frankfurter Rasen. Und das mit allem drum und dran: Eis, Werbebande, Hochbande aus Schutzglas.

Das sind nur zwei Beispiele für hochkarätige Events auf Neukirchener Eis. Im vorigen Juni baute ISS in Japan zwei Hallen für die dort beliebte internationale Show Fantasy on Ice um, bei der Eiskunstläufer- und -tänzer von Weltrang auftreten. Paarlauf-Ikone Aljona Savchenko lief ihre letzte gemeinsame Show mit Robin Szolkowy in Chemnitz auf Neukirchener Eis. Vor dem Kreml in Moskau steht seit vielen Jahren im Winter eine Volkseisbahn, die wurde von ISS gebaut und anfangs noch betreut, jetzt gehört sie den russischen Partnern.

Bei Bedarf bauen die Neukirchener auch Eisklettertürme, Eisrutschen oder begehbare künstliche Gletscherspalten. Für Eislaufbahnen in Einkaufszentren, auf Weihnachtsmärkten oder Volksplätzen bringen sie gleich alles Nötige rund ums Eis mit: lustige Figuren, an denen sich Anfänger festhalten können, selbst gebaute Schlittschuhtrockenregale und auch die Verleih-Schlittschuhe.

Und wie ist das nun mit der Eishallen-Technologie und dem beheizten Schwimmbad? Ganz einfach: Für eine Eisfläche werden unter anderem Schlauch-Gummimatten verlegt. Durch die läuft ein Frostschutzmittel, das wird heruntergekühlt, darauf Wasser gespritzt, welches zur Eisfläche erstarrt. Legt man die Gummischläuche auf ein sonnenbeschienenes Dach, kann man das Wasser des Bades oder des Pools hindurchpumpen.

Von André Neumann

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