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Borna Neukirchener Schüler auf Geschichtsreise
Region Borna Neukirchener Schüler auf Geschichtsreise
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20:48 14.02.2012
Wolfgang Fuchs, früherer Drucker, erläutert den Hortkindern aus Neukirchen, wie Spielkarten mit der Druckerpresse hergestellt wurden. Quelle: Guenther Hunger
Borna

„Bis zum Ende der ersten Winterferienwoche ist jeden Tag etwas los", sagt Marie Breindl, neue Mitarbeiterin des Hauses und verantwortlich für die Museumspädagogik. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen, bei denen gestern insgesamt 27 Mädchen und Jungen aus dem Hort Neukirchen zu Gast waren, steht die Ausstellung „Mehr als nur ein Kartenspiel". Es handelt sich dabei um die traditionelle Schau zum Jahreswechsel, in der die Geschichte des Kartenspiels und speziell seine Formen im letzten Jahrhundert beleuchtet werden. Etwa mit den Quartettspielen, durch die Bildungsinhalte ebenso transportiert wurden wie im 20. Jahrhundert auch Werbung.Was das Ferienangebot im Museum anbelangt, so kommen die Kinder mit einer historischen Handdruckpresse in Berührung, „damit sie sehen, dass nicht nur mit einem Mausklick gedruckt wird", erläutert die Museologin. Zudem hatten die jungen Besucher Gelegenheit, Spielkarten aus handgeschöpftem Papier herzustellen.Das Thema Spielkarte ist bekanntlich kein Zufall. Immerhin liegt mit Altenburg die Wiege moderner Spielkarten in der Nähe, und das dortige Spielkartenmuseum hat die Schau, die bereits seit der Adventszeit läuft, erst möglich gemacht. Sie ist noch bis Ende des Monats zu sehen.

Die junge Museologin Breindl will die museumspädagogischen Angebote erweitern. So denkt sie an ein „Museum im Koffer", wohinter sich Gegenstände verbergen können, die die Museumsbesucher beim Rundgang mit sich führen und die einen speziellen Bezug zur Schau haben. „Vielleicht ein Brikett", sagt die 26-Jährige mit Blick auf die Ausstellung zum Thema Bergbau. Denkbar sei auch eine Art Fragenkatalog, um sich den Ausstellungsgegenständen auf diese Weise zu nähern. Ziel sei es, die Beschäftigung der Besucher mit den Ausstellungsstücken und -inhalten zu vertiefen. „Die durchschnittliche Verweildauer von Besuchern vor einer Vitrine liegt bei fünf bis zehn Sekunden", erläutert die Museumspädagogin. Und die solle verlängert werden.„Museum im Koffer" sei aber auch so zu verstehen, dass jemand etwas aus dem Museum mit nach Hause oder etwa in die Schule nimmt, um die Beschäftigung mit dem Thema auf diese Weise fortzusetzen.

Nikos Natsidis

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