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Borna Neulinge und Profis genießen Borna-Marathon
Region Borna Neulinge und Profis genießen Borna-Marathon
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19:16 17.11.2018
Eine Läufergruppe beim Start zum 13. Bornaer Marathon vor der Glück-Auf-Sporthalle. Quelle: André Neumann
Borna

Bei kühlem und sonnigen Herbstwetter haben knapp 70 Läufer aus vielen Teilen Deutschlands am Sonnabend das Bornaer Umland unter die Laufsohlen genommen. Für die Organisation des mittlerweile 13. Bornaer Marathons haben die Veranstalter von der Laufgruppe des Volkssportvereins (VSV) 77 Borna erneut nahezu ausschließlich Lob erfahren.

35 Helfer kümmern sich um die Läufer

Rund 35 Helfer aus dem VSV und dessen Freundeskreis kümmerten sich um die Marathonis. Sie bereiteten Verpflegung und Getränke vor und begleiteten die Läufer auf Fahrrädern auf ihrer 42 Kilometer langen Runde um die Stadt.

Nur einer kann von sich in Anspruch nehmen, von Anfang an immer dabei gewesen zu sein. Markus Drescher aus Borna konnte auch diesmal im Ziel an der Glück-Auf-Sporthalle noch lächeln, als ihm die Teilnehmermedaille umgehängt wurde.

Aller Anfang ist schwer

Etwas schwerer fiel das Lächeln Stefan Heistermannn aus Geithain. Der hatte sich den Landschaftslauf in Borna für seinen allerersten Marathon ausgesucht. Nachdem er vor zwei Jahren mit dem regelmäßigen Laufen begonnen hatte, weil er abnehmen wollte, trainierte er in den zurückliegenden zehn Wochen nach einem ausgeklügelten Trainingsplan für einen Marathonlauf. Und suchte sich gleich die schnellste Gruppe aus.

Im Ziel gibt’s Medaillen. Quelle: André Neumann

Die bestand aus noch einem Mann und einer Frau. Wobei Patrick Gonschorek aus Leipzig in diesem Jahr schon einen Iron Man Triathlon in Hamburg absolviert hat und Antje Krause aus Marburg im Dezember am 24-Stunden-Lauf in Barcelona teilnehmen wird. Während die beiden nach rund dreieinhalb Stunden gut gelaunt ins Ziel liefen, musste Stefan sich auf den letzten reichlich zehn Kilometern regelrecht durchbeißen. Er schaffte es und verfehlte die Zielzeit nur ganz knapp.

Ein Marathon zum Auslaufen

Eine der auffälligsten Läuferinnen beim Bornaer Marathon ist Heike Bergmann aus Zeulenroda. Sie läuft so genannte Ultramarathons, hundert, 200 und mehr Kilometer am Stück. Den Lauf in Borna nutzt sie im Herbst zum Auspendeln nach einer langen Saison. Und das schon seit dessen zweiter Auflage und immer in einem besonderen Outfit. Diesmal trug sie unter der Jacke einen Laufbody mit kurzem Röckchen, den hatte sie aus Griechenland mitgebracht. Die Beine sind auch bei wenigen Graden über null oberhalb der Strümpfe nackt. Einmal war sie sogar in speziellen Lauf-Sandalen unterwegs.

Egal ob Einsteiger oder Marathon-Profis, am Ende saßen und standen im Foyer der Sporthalle alle bei Bier, Glühwein und anderen Getränken beieinander und ließen den Tag Revue passieren. Darunter natürlich die traditionell große Läufergruppe aus Burgstädt. Die meisten werden vermutlich in nächsten Jahr wiederkommen.

Von André Neumann

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