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Borna Neun Menschen im Jahr 2015 im Landkreis Leipzig durch Hundebisse verletzt
Region Borna Neun Menschen im Jahr 2015 im Landkreis Leipzig durch Hundebisse verletzt
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18:41 21.04.2016
Sieht niedlich aus, kann aber auch zubeißen – Golden Retriever. Quelle: dpa
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Landkreis Leipzig

Im Jahr 2015 wurden im Landkreis Leipzig neun Menschen durch Hundebisse verletzt. Darunter waren vier Kinder unter 14 Jahren. Das geht aus der aktuellen Statistik des Landratsamtes hervor. Zudem wurden Tiere Opfer der Bisse. So erlitten 19 Hunde, zwei Esel und ein Pferd Verletzungen durch Hundebisse. Ein weiterer Hund wurde durch den Angriff eines anderen Hundes getötet.

Die aggressiven Übergriffe kamen dabei nicht von sogenannten gefährlichen Hunden und deren Kreuzungen, die im Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden (GefHundG) benannt sind. Die Hunde, die zubissen, gehörten auch zu Rassen, die als typische Familienhunde gelten, etwa Labradore (3), Golden Retriever (2), Bernhardiner (2) oder auch ein Berner Sennerhund. Bei gemeldeten Vorfällen prüfe das Ordnungsamt des Landkreises, ob der Beißer als „im Einzelfall gefährlicher Hund“ einzustufen ist. Die Anzeichen hierfür seien, dass Hunde gegenüber Menschen oder Tieren aggressiv seien, ohne dass sie provoziert wurden oder dass sie dazu neigen, Wild oder Nutztiere zu hetzen und zu reißen. Als gefährlich gelten dem Landratsamt zufolge auch Hunde, die durch Zucht, Haltung oder Ausbildung eine gesteigerte Aggressivität entwickelt haben und deshalb Menschen oder Tiere angreifen.

Zwei Tiere wurden eingeschläfert

Die Tiere werden von Ordnungsamtsmitarbeitern und vom Veterinäramt vor Ort begutachtet. Nach Prüfung der Umstände und den Auswirkungen des konkreten Beißvorfalls werde entschieden, ob der Hund als gefährlich eingestuft wird. Zwei Tiere, auf die das zutraf, wurden eingeschläfert.

Das Landratsamt fordert die Hundehalter, „sich jederzeit ihrer Verantwortung für das Tier bewusst zu sein und entsprechend zu handeln“, heißt es in einer Information. So sollten Hundehalter den Hund außerhalb des Wohngrundstückes bei potenziellen Konfliktsituationen grundsätzlich an die kurze Leine nehmen. Grundstücksumfriedungen seien entsprechend zu sichern, dass sie ein Hund nicht überwinden und dadurch Dritte gefährden kann. Bei Erziehungsproblemen seien oftmals entsprechende Schulungen und Trainingseinheiten hilfreich. Weil ein Verletzter durch einen Hundebiss Schadenersatz oder auch Schmerzensgeld geltend machen kann, sollte eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Das Landratsamt räumt auch mit einer weit verbreiteten Annahme auf. Mit Ausnahme sogenannter gefährlicher Hunde gebe es keine generelle Leinenpflicht für die Vierbeiner. Allerdings könnten Kommunen für ihr Gebiet bestimmte Bereiche ausweisen, in denen Hunde an die Leine genommen werden müssen. Besonders streng seien die Regeln für die Haltung gefährlicher und im Einzelfall als gefährlich eingestufter Hunde. Davon gibt es im Landkreis Leipzig allerdings wenige. So war im März 2016 ein sogenannter Listenhund registriert. Dabei handelt es sich um Hunde, die per Gesetz als gefährlich eingestuft sind. Außerdem waren fünf im Einzelfall als gefährlich eingestufte Hunde erfasst.

Von Nikos Natsidis

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