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Borna Neuseenland-Arena statt Volksplatz: CDU-Vorstoß im Stadtrat für neue Bezeichnung des Riesenareals
Region Borna Neuseenland-Arena statt Volksplatz: CDU-Vorstoß im Stadtrat für neue Bezeichnung des Riesenareals
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16:12 15.12.2009
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Borna

Dabei hat aber auch der Tourismusverein Leipziger Land mitzureden, der den Begriff „Neuseenland“ markenrechtlich geschützt hat. Es klingt durchaus plausibel, was CDU-Stadtratsfraktionschef Roland Wübbeke für den CDU-Vorstoß anführt. Mit dem Begriff „Volksplatz“ lasse sich schlecht Werbung machen, und er versprühe den Charme der untergegangen Republik. Dabei handle es sich bei dem Areal, das die Nationalsozialisten in den 30er Jahren zunächst als so genannten Thing-Platz errichteten, um viel mehr als nur eine Freilichtbühne. „Im Übrigen ist es ja auch kein Platz“, so Wübbeke, „die Bezeichnung ist irreführend.“ Potenzielle Veranstalter hätten durchaus ein Auge auf den Namen des Veranstaltungsortes, der immerhin 7000 Besuchern Platz bietet. Wübbekes Fraktionskollege Sylvio Weise ergänzt, der Volksplatz habe ein potenzielles Einzugsgebiet von einer Million Menschen. Mit einer Umbenennung könne der Platz als Neuseenland-Arena wie die Hutbergbühne in Kamenz und die Waldbühne in Schwarzenberg eine erhebliche wirtschaftliche Rolle spielen. Die Bezeichnung „Neuseenland-Arena“ habe eine „deutlich höhere Strahlkraft“, so Weise weiter. Ganz so euphorisch äußert sich die stellvertretende Vorsitzende des Volksplatzvereins, Manuela Pförtner, nicht. Der Verein, der etwa 60 Mitglieder zählt, sorgt seit anderthalb Jahrzehnten für die Instandsetzung des Volksplatzes und organisiert zudem Veranstaltungen. Natürlich müsse die Außendarstellung verbessert werden, so die Vizechefin. Sie könne sich einen Namen wie Neuseenland-Arena/Volksplatz vorstellen. Der Verein müsse sich bei einer Umbenennung seines Gegenstandes nicht zwingend einen neuen Namen geben. Das aber sind Fragen, die sich erst nach der Lösung eines prinzipiellen Problems stellen: dem Erwerb der Namensrechte beziehungsweise einer entsprechenden Genehmigung. Die Marke „Neuseenland“ hat sich der Tourismusverein Leipziger Land in weiser Voraussicht bereits vor längerer Zeit gesichert – und zwar durch eine ordnungsgemäße Registrierung beim Patentamt in München. Dem Verein gehe es um die Sicherung eines gewissen Qualitätsbegriffs, sagt Geschäftsführerin Sandra Brandt. Was also im Klartext bedeute, dass sich eine Unternehmung durchaus als „Segelschule im Neuseenland“ bezeichnen dürfe, nicht aber als „Segelschule Neuseenland“. Brandt: „Im letzten Fall hätten wir keinen Einfluss auf die Qualität des angebotenen Produkts.“

Nikos Natsidis

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