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Borna Neuseenland im Stresstest: Wie kommt die Region bei Touristen an?
Region Borna Neuseenland im Stresstest: Wie kommt die Region bei Touristen an?
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00:19 17.06.2017
Wie nehmen Touristen die Region wahr? Antworten sollen jetzt „Stadtvisiten“ im Leipziger Neuseenland geben. Quelle: André Kempner
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Landkreis Leipzig

Wie wird die Region von Touristen wahrgenommen? Eine Frage, der Tester jetzt im Leipziger Neuseenland nachgehen. Der gleichnamige Tourismusverein hat für seine Mitgliedskommunen eine sogenannten „Stadtvisite“ in Auftrag gegeben. „Dabei sind Tester in der Region unterwegs und beurteilen aus der Erwartungshaltung eines Gastes heraus, wie konkurrenzfähig das Angebot ist“, erklärt Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Vereins und zugleich Leiterin der Abteilung Region bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM). „Es geht um die Perspektive aus den Augen eines Gastes“, unterstreicht Vereinsvorsitzende Gabriela Lantzsch. Als Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna hatte sie bereits 2008 das Vergnügen, dass anonyme Tester die Kommune unter die Lupe nahmen. Die Ergebnisse seien nicht durch die Bank schmeichelhaft gewesen. „Aber darum ging es ja, dass uns Auswärtige die Augen öffnen, was wir noch besser machen können.“ So waren in Großpösna zum Beispiel fehlende Versorgungsmöglichkeiten in den Dörfern und die teilweise dünne und an den Wochenenden gekappte Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr bemängelt worden. Die Profi-Touristen störten sich aber auch an fehlenden Hinweisschildern. Auch bei diesem Punkt tat sich inzwischen einiges.

Niemand sei davor gefeit, mit den Jahren betriebsblind zu werden, begründet Sandra Brandt die Vorzüge der anonymen Testbesuche. Die Touristik-Fachfrau erinnert sich noch gut daran, wie die beteiligten Kommunen 2008 auf die erste Stadtvisite reagierten. „Nicht alle Rathäuser waren begeistert, dass sie eine Mängelliste ausgestellt bekamen.“ Einige Bürgermeister hätten die Vereinsspitze als Auftraggeber damals sogar beschimpft. Der Umgang mit den Ergebnissen war äußerst unterschiedlich. Manche Ortschefs hätten das Abschluss-Attest zur geheimen Verschlusssache erklärt und wie ihren Augapfel gehütet. „Andere haben die Ergebnisse offen kommuniziert.“

Was die Kommunen daraus machen, liege auch bei der Neuauflage der Tests in ihrer Hand. Ziel sei, den 18 Mitgliedskommunen, darunter 13 aus dem Landkreis Leipzig, praktische Hinweise, Verbesserungsideen und Handlungsprioritäten aufzuzeigen, verdeutlicht Sandra Brandt. Schlussfolgerungen sollen sich für jede Stadt und Gemeinde hinsichtlich ihrer Gastgeberfunktion finden. Bis Dezember 2018 sollen die Tester ausschwärmen. Die Analyse bekommen die Bürgermeister ausgehändigt, erklärt die Geschäftsführerin zur weiteren Vorgehensweise. „Wie jeder mit den aufgezeigten Stärken und Schwächen umgeht, diese Entscheidung liegt dann jeweils vor Ort.“

Von Simone Prenzel

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