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Borna Noch ist gemeinsamer Gewerbeverein Groitzsch-Pegau nicht wirklich in Sicht
Region Borna Noch ist gemeinsamer Gewerbeverein Groitzsch-Pegau nicht wirklich in Sicht
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00:18 09.04.2017
Blick auf den Groitzscher Markt. Noch ist ein gemeinsamer Gewerbeverein Groitzsch-Pegau nicht wirklich in Sicht. Quelle: Thomas Kube
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Groitzsch/Pegau

Der Sprung über die Bundesstraße 2 ist offensichtlich doch nicht so einfach, wie gedacht. Vom aufgelösten Gewerbeverein Pegau haben bisher keine zehn Mitglieder ihren Wechsel in die Groitzscher Gemeinschaft angekündigt. Die Schusterstädter erneuern nun ihr Angebot, weitere Händler und Unternehmer vom Nachbarn in der Elsterregion aufzunehmen. Erst dann wären eine gemeinsame Meinungsvertretung bei aktuellen ge­werblichen Themen in beiden Kommunen möglich und die geplante Umbenennung sinnvoll – Gewerbeverein Groitzsch-Pegau sei eine Möglichkeit.

Bei der Mitgliederversammlung am 11. April im Gasthof Großpriesligk steht die Aufnahme von Neuzugängen auf der Tagesordnung. Kurz zuvor geht der Groitzscher Vereinschef Dieter Hager noch einmal in die Offensive. „Bereits vor dem Auflösungsbeschluss des Pegauer Vereins fanden mehrere Gespräche zwischen beiden Vorständen statt, um auszuloten, ob nicht ein gemeinsamer Verein eine Zukunftslösung sein könnte“, sagt er der LVZ und lässt er im Amtsblatt der Elsterstadt veröffentlichen. „Ich biete allen Gewerbetreibenden aus Pegau an, ob bisher Mitglied oder auch nicht, in einen solchen gemeinsamen Verein einzutreten.“ Die Schusterstädter stehen dem offen gegenüber, so Hager.

Ausdruck der Verbindung von Akteuren aus beiden Städten könnte als logische Folge ein neuer Name für den Verein sein, hatte er schon früh ins Spiel gebracht. Dafür sollen sich aber aus seiner Sicht mindestens 20 Pegauer Unternehmen anschließen, da bei den Groitzschern zurzeit 69 Mitgliedsbetriebe organisiert sind.

Dem Pegauer Verein gehörten 37 an. Bei seiner letzten Versammlung am 1. Dezember, als die Auflösung zum 31. März 2017 beschlossen worden war, hatten 15 Gewerbetreibende ihr Interesse am Wechsel bekundet. Später haben nur noch sechs daran festgehalten, so Hager. „Wir gehen jetzt von acht aus“, sagt Dietmar Ende, bisher Schatzmeister bei den Pegauern. Er, obwohl bereit Rentner, und Sohn Jens (Handys, Computer, Software) gehören dazu. „Das ist doch jetzt die einzige Chance, dass Pegauer Gewerbetreibende weiter vertreten werden“, findet der Vater. „Wir müssen dort im Verein präsent sein.“

Angesprochen sollten sich nicht nur Ex-Mitglieder fühlen, sondern auch Un­ternehmer und Händler, die vielleicht aus persönlichen Gründen bisher Ab­stand zum Pegauer Verein gehalten hatten, ergänzt Dieter Hager. Er wirbt mit jährlich zwei Versammlungen zu wechselnden Themen und Erfahrungsaustausch, Zusammenarbeit mit den Stadtverwaltungen und anderen Vereinen, Meinungsvertretung bei gewerblichen Themen, kostenloser Werbung der Mitglieder im Stadt-Infoheft und auf der Homepage des Vereines, der Durchführung einer Gewerbeschau aller zwei Jahre und einer jährlichen Mitgliederausfahrt.

Der Gewerbeverein Pegau, schon 2013 mal vor dem Aus, entschied sich vor vier Monaten für den Komplettrückzug. Chef Albrecht Landgraf benannte damals als Gründe eine „allgemeine Schwäche des Gewerbes, eine Spaltung der Stadt und ein schlechtes Klima des Miteinanders“. Außerdem fehlten erneut Bewerber für die Neuwahl des Vorstands.

Von Olaf Krenz

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