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Notfallseelsorger in der Krise gefragt

Notfallseelsorger in der Krise gefragt

Zwei Dutzend Ehrenamtliche bilden das Rückgrat des Krisen-Interventions-Teams (KIT) des Landkreises Leipzig. Die Frauen und Männer, die in ihrem Berufsleben Verwaltungsfachleute, Pädagogen, Pfarrer, Krankenschwester, Altenpfleger oder Bestatter sind, kommen bei Extremsituationen zum Einsatz, etwa um Angehörige nach schweren Verkehrsunfällen oder Suizid beizustehen oder um Rettungskräfte zu unterstützen.

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Notfallseelsorgerin Susann Lawrenz.

Quelle: Guenther Hunger

Borna. Angefordert werden sie durch die Rettungsleitstelle.

Die Koordination der Notfall-Seelsorger, wie die KIT-Aktivisten auch genannt werden, liegt in der Verantwortung der Diakonie Leipziger Land. „Ehe unsere Leute zum Einsatz kommen, werden sie über die Landeskirche ausgebildet", sagt Koordinatorin Carsta Wagner. Drei Wochenenden oder eine kompakte Woche dauere diese Qualifikation, die erfahrene Polizeiseelsorger durchführten. Helfer in Krisenfällen sollten mindestens 25 Jahre alt sein; zurzeit liegt das Durchschnittsalter im Landkreis bei Ende 40. „Verstärkung benötigt unser Team im Grunde immer", sagt Wagner. Wichtig sei nicht nur, dass geeignete Menschen aus möglichst vielen Berufsgruppen mitwirkten. Es müsse auch das gesamte weitläufige Kreisgebiet zwischen Hohburger Bergen und Kohrener Land, Thümmlitzwald und Weißer Elster abgedeckt werden.

In den vergangenen beiden Jahren verzeichnete das KIT je 65 Einsätze. Wer bei Bedarf alarmiert wird, regelt ein Dienstplan. Im Schnitt einmal pro Monat müsse sich jeder der Helfer 24 Stunden in Bereitschaft halten. „Je mehr Mitarbeiter vorhanden sind, desto weniger Bereitschaftsdienste müssen von den anderen vorgehalten werden", sagt die Koordinatorin.

Ein neuer Vorbereitungskurs, in dem psychologische Grundlagen, das Verhalten im Einsatz, der Umgang mit Betroffenen, aber auch der Schutz der eigenen Person behandelt werden, beginnt im Mai. Interessenten können sich unter der Telefonnummer 03437/9 25 00 informieren oder anmelden (Mail: notfallseelsorge@diakonie-leipziger-land.de).

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der LVZ vom 10. März.

Ekkehard Schulreich

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