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Borna Oberbürgermeisterin: Borna muss für Lekkerland kein Darlehen aufnehmen
Region Borna Oberbürgermeisterin: Borna muss für Lekkerland kein Darlehen aufnehmen
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14:06 19.05.2015
Das Gewerbegebiet Borna-Ost, auf dem sich Lekkerland ansiedeln will. Quelle: Thomas Kube

In einer Erklärung des Rathauses warnt sie davor, dass sich die Auseinandersetzungen um Lekkerland "im schlimmsten Fall zum Nachteil für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt" auswirken könnten. Zugleich betont sie, die Stadt habe keine Schwierigkeiten, die Ansiedlung der heiß umworbenen Firma zu finanzieren.

Dabei steht die Zahl von 3,4 Millionen Euro im Raum. Durch den Grundstücksverkauf sollen 2,2 Millionen Euro erlöst werden, was auf der Grundlage beruht, dass für das insgesamt 18,7 Hektar große Areal ein Quadratmeterpreis von 18 Euro erzielt wird. Hintergrund ist die Erschließung des Abschnitts A des Gewerbegebiets, auf dem sich Lekkerland niederlassen will und der eine Größe von 113 000 Quadratmetern hat sowie die Verlegung der notwendigen Medien wie Strom, Regen- und Abwasser bis zum Abschnitt B. Lediglich die so genannte Planstraße B, eine nach aktuellem Stand verzichtbare Trasse, werde nicht gebaut. Der Gesamtpreis von 18 Euro pro Quadratmetern beruhe darauf, dass in der Perspektive auch der Abschnitt B verkauft wird, auch wenn es dafür gegenwärtig noch keine Interessenten gibt.

Bleiben aber 1,1 Millionen Euro zwischen dem avisieren Verkaufspreis und den Gesamtkosten für die Erschließung, die bei 3,4 Millionen Euro liegen. Das Geld dafür sei da, sagt Oberbürgermeisterin Luedtke, so dass kein Darlehen dafür aufgenommen werden müsse.

Mit diesen Zahlen will sie auch am Montag im Rahmen einer städtischen Informationsveranstaltung werben, zu der neben 100 Unternehmern aus der Stadt und der Region auch Gerd-Wilhelm Brüning, Director Logistik West Lekkerland, eingeladen ist. Die Veranstaltung beginnt 18 Uhr im Golden Stern. Unternehmungen in dieser Größenordnung seien "nie ganz ohne Risiko", wie es in der Veranstaltungsankündigung heißt. Die Sanierung der Schwimmhalle in der Deutzener Straße und der Bau der Clemens-Thieme-Grundschule hätten aber gezeigt, dass sich im Stadtrat immer eine Mehrheit gefunden habe, "die zum Wohle der Stadt und für ihre Zukunft bereit war, ein kontrolliertes Risiko einzugehen". Diese Risikobereitschaft zahle sich aus, und sie werde sich auch im aktuellen Fall langfristig für Borna auszuhalten.

Was den avisierten Verkaufspreis von 18 Euro pro Quadratmeter für das Lekkerland-Grundstück anbelange, so liege der weit höher als die üblichen Verkaufspreise für Gewerbeflächen im Landkreis Leipzig, sagt die Oberbürgermeisterin. Das gelte auch für die vormals genannten zwölf Euro pro Quadratmeter. So seien Flächen auf dem Grimmaer Gewerbegebiet "Am Hengstenberg" bereits für acht Euro pro Quadratmeter zu haben, in Regis Nord-Ost für zehn Euro pro Quadratmeter und in Böhlen-Lippendorf für 10,20 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.11.2014
Nikos Natsidis

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