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Borna Oberschule muss auf Mensa und Lift warten
Region Borna Oberschule muss auf Mensa und Lift warten
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14:22 10.01.2019
Die Mensa im Flachbau hinter der Groitzscher Oberschule soll saniert werden, aber wohl erst in zwei, drei Jahren. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch

Es wird wohl doch noch etwas dauern mit dem barrierefreien Zugang für die Oberschule Groitzsch. Im Entwurf der Investitionsplanung, der dem Stadtrat am 6. Dezember vorgelegen hat, ist der Einbau eines Fahrstuhls zwar für 2019 eingetragen. Inzwischen geht Bürgermeister Maik Kunze (CDU) aber von einer Verschiebung des Projekts in den Doppelhaushalt 2021/2022 aus. Auch die Mensa, zunächst für 2020 avisiert, muss auf ihre Sanierung warten. Und es soll dann womöglich weitere Bauarbeiten am gut 116-jährigen Gebäude an der Südstraße geben.

Lift vor einem Jahr angekündigt

Das Vorhaben mit dem Lift hatte Kunze erstmals angekündigt, als es kurz nach dem Jahreswechsel zu 2018 um die Verteilung von extra 11,2 Millionen Euro Schulhausbau-Fördermittel im Landkreis ging. Mitte des Jahres war dann von circa 460 000 Euro Zuschuss die Rede gewesen, die Groitzsch auf 600 000 Euro aufstocken müsse. Inzwischen hatte die Modernisierung der Mensa, die in einem Flachbau auf dem Hof zwischen Oberschule und Hort eingerichtet ist, die erste Priorität erhalten. Förderanträge sind für beide Konzepte gestellt.

Platzprobleme erfordern mehr Zeit

„Aber wir brauchen trotzdem noch ein bisschen Zeit“, sagt Bürgermeister Kunze. Schließlich solle es ein vernünftiges Projekt werden, keine Schnellschüsse geben. Wobei sich ein weiteres halbes Jahr nach der letzten Bewertung neue Schwierigkeiten ergeben haben. Es drücken wieder einmal Platzprobleme – diesmal in Hort und Oberschule, so dass sich die Stadtverwaltung jetzt mehr Zeit für eine Lösung nimmt, das Geld am wirkungsvollsten einzusetzen.

Hort Groitzsch nutzt Grundschulräume

„Früher war unsere Grundschule im Hort zu Gast, nun ist der Hort zu Gast in der Grundschule“, sagt Kunze. Erst hatten die Zimmer nicht für alle Klassen ausgereicht, „inzwischen nutzt der Hort in der Grundschule zwei Klassenräume“. Was zwar nach dem Unterricht passiere und vom Landesjugendamt bestätigt sei, aber eine Trennung von der eigentlichen Einrichtung und den anderen Gruppen sowie eine Beschränkung der Ausstattung bedeute.

Oberschule benötigt Zimmer

Auch der Leiter der Oberschule habe ein Platzproblem signalisiert. Zunächst solle intern etwas geändert werden. Der jetzige Computerraum werde Lehrerzimmer, weil er größer ist – und umgekehrt, weil die Technik kleiner wird. Das helfe schon wirtschaften, reiche aber nicht komplett. „Vielleicht helfen uns dann diese Mittel, dort etwas zu lösen.“ Bereits das jüngste Raumproblem in der Grundschule war im Vorjahr mit Hilfe von Tablet-PCs beseitigt worden, so dass aus dem Computerzimmer ein normaler Klassenraum und die angedachte Rettungstreppe zur Nutzung von Dachbereichen nicht erforderlich wurden.

Nicht für alles Geld – Mensa ist nutzbar

Allerdings seien die 600 000 Euro bei Weitem nicht genug, alle vier Ideen umzusetzen. „Deshalb wollen wir zunächst in der Verwaltung schauen, was wirklich das Dringlichste ist.“ Die Mensa könne ja noch weiter genutzt werden. „Und wir wollen prüfen, wo die Schülerzahlen hingehen.“ Wobei keiner wisse, wie sich dann die Geburtenzahlen entwickeln. Die speziellen Fördermittel jedenfalls müssen bis Ende 2022 verbaut und abgerechnet werden.

Von Olaf Krenz

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