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Borna Ökostation Birkenhain bietet Tieren im Winter Unterkunft
Region Borna Ökostation Birkenhain bietet Tieren im Winter Unterkunft
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16:54 04.01.2010
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Borna

Im Frühjahr endet die Gastfreundschaft in aller Regel. „Ein Zoo sind wir nicht“, sagt der Chef der Ökologischen Station, Harald Krug, gleich. Die Räumlichkeiten seiner Einrichtung seien nur für die zeitlich begrenzte Aufnahme von besonders schützenswerten Pfleglingen gedacht. Jagdbares Wild würde grundsätzlich nicht aufgenommen. Eine Ausnahme macht er für Raubvögel. „Die unterstehen zwar leider immer noch dem Jagdrecht“, bedauert Krug. Zumeist hätten die Jagdpächter indes nichts dagegen, dass die Vögel in der Ökostation aufgepäppelt würden. „Nur eine Minderheit der Jäger hat ja die Möglichkeiten, sich selbst um die Pflege der Tiere zu kümmern. Ende November fand so ein derart geschwächter Turmfalke den Weg in die Auffangstation in Borna-Birkenhain. Ein aufmerksamer Pegauer hatte das Tier auf der Landstraße zwischen Großstorkwitz und Wiederau entdeckt und zu den Naturschützern gebracht. „Der Falke war ziemlich abgemagert und wahrscheinlich durch die Kollision mit einem Auto verletzt worden“, erklärt Katja Tölg, die sich federführend um die Fundtiere kümmert. Gerade 154 Gramm habe der Räuber damals auf die Waage gebracht. Mittlerweile nähere er sich wieder seinem „Idealgewicht“ von rund 200 Gramm an. „Es geht ihm schon deutlich besser. Aber zum Auswildern ist es zu früh“, so Tölg weiter. Noch nehme der Vogel keine lebende Nahrung an. Das müsse er aber, um draußen zu überleben. Besonders interessant sei, dass der Turmfalke in Helsinki beringt wurde. „Einen Nordländer hatten wir hier noch nicht“, betont auch Krug. Bislang seien in der Region beringte Vögel schon in Frankreich, Italien und Nordafrika gesichtet worden. Aber einen waschechten Finnen... „Das gab’s noch nie.“

Markus Tiedke

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