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Ökostation Borna-Birkenhain: Trafohaus wird zum Fledermausquartier

Nach Umbau Ökostation Borna-Birkenhain: Trafohaus wird zum Fledermausquartier

In der Ökostation Borna-Birkenhain gibt es nun ein neues Domizil für Fledermäuse. Das einstige Trafohäuschen der Städtischen Werke dient ab sofort den possierlichen Tierchen als Winterquartier oder Wochenstube.

Jan Hoppenstedt (li.) und Martin Graichen geben in Borna die neue Sitzgruppe vor dem Trafohäuschen für die ersten Besucherkinder frei.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Zimmer zu vermieten. Einfluglöcher vorhanden, Hängeeinrichtungen installiert, sofort bezugsfertig, mietfrei. Interessierte Fledermäuse können sich vertrauensvoll an die Ökostation Borna-Birkenhain wenden. Denn die hat das einstige Trafohäuschen der Städtischen Werken zu einem Fledermausquartier umgebaut. Damit auch zweibeinige Besucher empfangen werden können, die die putzigen Tierchen beobachten möchten oder einfach während ihres Rundgangs durch das Gelände eine Pause brauchen, ist jetzt zudem eine Sitzgruppe entstanden. Das Geld dafür kam von den Städtischen Werken.

In den vergangenen Monaten sind von den Mitarbeitern der Ökostation unter anderem zwei begehbare Etagen in das Trafohaus gebaut worden, zudem entstanden ein Naturbeobachtungsfenster und wurden Nisthilfen für Vögel angebracht. „Notwendig waren auch Reparaturen der Eingangstür, das Verputzen des Sockelbereichs und ein teilweiser Anstrich der Fassade“, sagt Martin Graichen von der Ökostation. Dass das Trafohäuschen nun für Wildtiere genutzt wird, soll den Besuchern verdeutlichen, wie sehr die Tiere auf Häusernischen und Einflüge angewiesen sind.

Graichen rechnet damit, dass die Zimmer schon bald vollständig belegt sein werden. Ob die Fledermäuse aber das neue Domizil als Winterquartier nutzen oder als Wochenstube, werde sich erst noch herausstellen. Beides sei möglich. Wichtig für die Tiere ist vor allem, dass das Gebäude im Winter frostfrei bleibt und dass es ausreichend Hangplätze und Einflüge gibt. „Dann siedeln sich die ersten Tiere bald an und wird die Population stark steigen“, macht Graichen deutlich. Der untere Bereich des Trafohäuschens ist zukünftig den Zweibeinern vorbehalten, das Erdgeschoss wurde für die Umweltbildung eingerichtet. Regale mit Naturschutzprospekten und Schautafeln sollen den Kindergruppen helfen, die Tier- und Pflanzenwelt besser kennen zu lernen.

Die Sitzgruppe rundet das Projekt „Leben im Trafohaus“ ab. 2000 Euro hatten die Städtischen Werke dafür zur Verfügung gestellt. „Schön zu sehen, wie sich das Areal hier entwickelt hat“, erklärt Jan Hoppenstedt, Geschäftsführer des Unternehmens. Doch nicht nur die Besuchergruppen der Ökostation können hier Platz nehmen, gedacht ist die überdachte Sitzgruppe auch für Wanderer und Radfahrer.

Von Julia Tonne

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