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Ökostation Borna-Birkenhain erhält Finanzspritze

Landkreis Leipzig Ökostation Borna-Birkenhain erhält Finanzspritze

Sachsen greift seinen Naturschutzstationen finanziell unter die Arme und stellt 2017 und 2018 jeweils 1,5 Millionen Euro als Hilfeleistung für die Landkreise und Kreisfreien Städte bereit. Im Kreis Leipzig darf sich unter anderem die Ökostation Borna-Birkenhain über einen warmen Geldregen freuen – und hat schon allerlei Pläne mit dem Geld.

Waren bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung anwesend: Landkreis-Beigeordneter Gerald Lehne, Martin Graichen, Geschäftsführer der Bornaer Ökostation, sowie Hans-Joachim Gericke und Andrea Gößl von der Lanu (von links).

Quelle: Andreas Döring

Borna. Martin Graichen ist die Freude sichtlich anzumerken. Über 32 000 Euro in diesem Jahr, rund 38 000 Euro im kommenden. Damit kann der seit September 2016 amtierende Geschäftsführer der Ökologischen Station Borna-Birkenhain endlich die Projekte angehen, die für ihn und sein Team aus eigener Kraft sonst nicht möglich wären. Das Geld kommt von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (Lanu). Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung hat Graichen am Donnerstag am Bornaer Lerchenberg unterzeichnet. „Aufgrund unserer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit lag es nur auf der Hand, dass wir eine solche institutionelle Unterstützung erhalten“, kommentierte er den feierlichen Akt.

Symbolischer Startpunkt

Die Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Sachsen, weitere sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen. „Borna-Birkenhain ist der symbolische Startpunkt für den gesamten Freistaat“, sagt Hans-Joachim Gericke, Leiter der Akademie der Lanu. Mit der Unterzeichnung beginnt die landesweite Förderung der Naturschutzstationen in Sachsen. Dafür hat der Landesgesetzgeber im Doppelhaushalt 2017/2018 insgesamt 1,5 Millionen Euro pro Jahr als Hilfeleistung für die Landkreise und Kreisfreien Städte vorgesehen. Eine Summe, mit der die engagierte und oft ehrenamtliche Arbeit bestehender Naturschutzstationen gewürdigt und die Finanzierung von Personal sowie Sachaufwendungen unterstützt werden soll. Aufgeteilt wird sie nach vorgegebenen Mindest- und Abwägungskriterien. Der Lanu obliegt die Aufgabe, alles zu koordinieren.

Wichtige Säulen des Naturschutzes

Insgesamt haben 61 Einrichtungen im Freistaat ihr Interesse für eine finanzielle Unterstützung als Naturschutzstation bekundet. Fast allen sei sie gewährt worden, weiß Gericke. Neben der Ökologischen Station Borna-Birkenhain gehören im Kreis Leipzig das Naturschutzzentrum Groitzsch und das Teichhaus Eschefeld dazu. Sie erhalten im Jahr 2017 jeweils rund ein Drittel der knapp 100 000 Euro, die in den gesamten Landkreis fließen. Im Folgejahr bekomme Borna-Birkenhain hingegen mit rund 38 000 Euro etwas mehr, da die anderen beiden Einrichtungen nicht mehr Geld für ihre avisierten Projekte benötigen, erläutert Gericke und ergänzt: „Alle drei Stationen sind wichtige Säulen des Naturschutzes im Landkreis.“

Breites Spektrum an Projekten

Gerald Lehne, 1. Beigeordneter Landkreis Leipzig, zeigt sich erfreut über die Mittelvergabe: „Damit ist ein Zeichen gesetzt, dass der Naturschutz in Sachsen weiter unterstützt wird.“ Besonders die Bornaer Ökostation weiß der CDU-Politiker zu schätzen. Sie leiste seit vielen Jahren gute Arbeit. Nicht zuletzt, weil sie Prozesse in der Bergbaufolgelandschaft begleite. „Seit Herr Graichen die Geschäfte führt, hat die Station noch einmal einen positiven Ruck nach vorn gemacht“, lobt Lehne.

Mit dem Geld will Martin Graichen noch in diesem Jahr ein breites Spektrum an Projekten vorantreiben. So soll zum Beispiel der hauseigene Freizeitplatz aufgewertet werden, indem etwa die Tor- und Zaunanlage eine Instandsetzung erfahren. Auch sollen Artenkenntnisse künftig mit Hilfe moderner Technik wie GPS und Apps vermittelt werden. Im Bereich des praktischen Naturschutzes will sich die Ökostation unter anderem für den Erhalt der Artenvielfalt im Ostteil der Lobstädter Lachen einsetzen. „Das breite Spektrum belegt, wie dringend notwendig die finanziellen Mittel für uns sind“, resümiert Graichen.

Von Matthias Klöppel

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