Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Ökostation Borna-Birkenhain erhält Finanzspritze
Region Borna Ökostation Borna-Birkenhain erhält Finanzspritze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:39 12.03.2018
Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung: Martin Graichen (2. v. l.), Geschäftsführer der Bornaer Ökostation, und Hans-Joachim Gericke von der Lanu (2. v. r.). Quelle: Andreas Döring
Anzeige
Borna

Martin Graichen ist die Freude sichtlich anzumerken. Über 32 000 Euro in diesem Jahr, rund 38 000 Euro im kommenden. Damit kann der seit September 2016 amtierende Geschäftsführer der Ökologischen Station Borna-Birkenhain endlich die Projekte angehen, die für ihn und sein Team aus eigener Kraft sonst nicht möglich wären. Das Geld kommt von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (Lanu). Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung hat Graichen am Donnerstag am Bornaer Lerchenberg unterzeichnet. „Aufgrund unserer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit lag es nur auf der Hand, dass wir eine solche institutionelle Unterstützung erhalten“, kommentierte er den feierlichen Akt.

Symbolischer Startpunkt

Die Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Sachsen, weitere sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen. „Borna-Birkenhain ist der symbolische Startpunkt für den gesamten Freistaat“, sagt Hans-Joachim Gericke, Leiter der Akademie der Lanu. Mit der Unterzeichnung beginnt die landesweite Förderung der Naturschutzstationen in Sachsen. Dafür hat der Landesgesetzgeber im Doppelhaushalt 2017/2018 insgesamt 1,5 Millionen Euro pro Jahr als Hilfeleistung für die Landkreise und Kreisfreien Städte vorgesehen. Eine Summe, mit der die engagierte und oft ehrenamtliche Arbeit bestehender Naturschutzstationen gewürdigt und die Finanzierung von Personal sowie Sachaufwendungen unterstützt werden soll. Aufgeteilt wird sie nach vorgegebenen Mindest- und Abwägungskriterien. Der Lanu obliegt die Aufgabe, alles zu koordinieren.

Wichtige Säulen des Naturschutzes

Insgesamt haben 61 Einrichtungen im Freistaat ihr Interesse für eine finanzielle Unterstützung als Naturschutzstation bekundet. Fast allen sei sie gewährt worden, weiß Gericke. Neben der Ökologischen Station Borna-Birkenhain gehören im Kreis Leipzig das Naturschutzzentrum Groitzsch und das Teichhaus Eschefeld dazu. Sie erhalten im Jahr 2017 jeweils rund ein Drittel der knapp 100 000 Euro, die in den gesamten Landkreis fließen. Im Folgejahr bekomme Borna-Birkenhain hingegen mit rund 38 000 Euro etwas mehr, da die anderen beiden Einrichtungen nicht mehr Geld für ihre avisierten Projekte benötigen, erläutert Gericke und ergänzt: „Alle drei Stationen sind wichtige Säulen des Naturschutzes im Landkreis.“

Breites Spektrum an Projekten

Gerald Lehne, 1. Beigeordneter Landkreis Leipzig, zeigt sich erfreut über die Mittelvergabe: „Damit ist ein Zeichen gesetzt, dass der Naturschutz in Sachsen weiter unterstützt wird.“ Besonders die Bornaer Ökostation weiß der CDU-Politiker zu schätzen. Sie leiste seit vielen Jahren gute Arbeit. Nicht zuletzt, weil sie Prozesse in der Bergbaufolgelandschaft begleite. „Seit Herr Graichen die Geschäfte führt, hat die Station noch einmal einen positiven Ruck nach vorn gemacht“, lobt Lehne.

Mit dem Geld will Martin Graichen noch in diesem Jahr ein breites Spektrum an Projekten vorantreiben. So soll zum Beispiel der hauseigene Freizeitplatz aufgewertet werden, indem etwa die Tor- und Zaunanlage eine Instandsetzung erfahren. Auch sollen Artenkenntnisse künftig mit Hilfe moderner Technik wie GPS und Apps vermittelt werden. Im Bereich des praktischen Naturschutzes will sich die Ökostation unter anderem für den Erhalt der Artenvielfalt im Ostteil der Lobstädter Lachen einsetzen. „Das breite Spektrum belegt, wie dringend notwendig die finanziellen Mittel für uns sind“, resümiert Graichen.

Von Matthias Klöppel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Susanne Jerke von den Freien Wählern Elstertrebnitz ist jetzt in den Gemeinderat nachgerückt. Die 48-Jährige übernimmt das Mandat von Wolfgang Herrschuh (77), der Mitte des Jahres sein Amt aus privaten Gründen niedergelegt hat.

08.10.2017

Sturmtief „Xavier“ fegte übers Land und erreichte am Donnerstag Nachmittag auch den Landkreis Leipzig. Etliche Einsatzkräfte der Feuerwehren waren gefragt, um die Folgen des starken Windes zu beseitigen. Es blieb zum Glück bei Sachschäden.

05.10.2017

Zwei Jahre nach der Eingemeindung von Espenhain will Rötha seinen Standort neu bestimmen. Mit Beteiligung der Öffentlichkeit wird nach einem Leitbild gesucht. Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) denkt an einen Workshop voraussichtlich Anfang November.

05.10.2017
Anzeige