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Borna Ökostation Borna hilft Kröten über die Straße
Region Borna Ökostation Borna hilft Kröten über die Straße
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17:15 30.03.2012
Harald Krug kontrolliert einen mobilen Schutzzaun zur Umsiedlung der Amphibien aus dem Umfeld der Lehmgrube Droßdorf. Quelle: Franziska Herbst
Borna

Wenn sie Glück haben, liegt keine Straße zwischen ihrem Winterquartier und den für den Artbestand überlebenswichtigem Nass. Ansonsten hilft nur noch ein Schutzzaun vor dem drohenden Straßentod. Sehr massiv können sie auftreten, die wandernden Frösche, Molche und Kröten. So massiv, dass vor einigen Jahren die B 176 an der Abfahrt Dittmannsdorf nach warmem Regen für den Autoverkehr gesperrt werden musste. Zu solch einem Phänomen ist es in den letzten zwei Wochen, seit die Wanderschaft wieder begonnen hat, noch nicht gekommen.Die Straßenmeisterei Borna unterhält nach eigenen Angaben seit einigen Jahren drei stationäre Krötentunnel, die eine Unterquerung der Straße für die Tiere ermöglichen. Daneben können mobile Schutzzäune mit Fangeimern die Tiere von der Überquerung der Straße abhalten. Vor allem die Ökostation Borna-Birkenhain betreut solche Zäune im Südraum von Leipzig.„Es gibt einen Schutzzaun an der Straße am Köhlerteich in Brösen, der ehrenamtlich betreut wird", berichtet Geschäftsführer Harald Krug. Ansonsten werden in Zusammenarbeit mit der Mibrag zwei Zäune mit Fang-Eimern im Bereich des zukünftigen Abbaufeldes des Tagebaus Peres betreut. Zwei Feuchtbiotope sollen dort komplett umgesiedelt werden, bevor 2014 die Bagger ihre Arbeit tun.

„Wir haben die Zäune in drei Tagen Arbeit errichtet und waren gerade fertig, als es losging", berichtet Naturschützer Krug. 250 Tiere wurden allein hier in den letzten 14 Tagen eingesammelt und im Rahmen eines Umsiedlungsprojektes zunächst in eine „Invitro-Anlage" innerhalb der Ökostation verbracht - das „Froschgefängnis", wie Krug selbst es nennt. 

Franziska Herbst

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