Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Oelzschau: Aufs Gerätehaus kommt kein Funkturm
Region Borna Oelzschau: Aufs Gerätehaus kommt kein Funkturm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:33 10.10.2018
Traditionsfahne der Freiwilligen Feuerwehr Oelzschau. Der Bau eines Funkmasts auf dem Feuerwehrgerätehaus ist nun endgültig vom Tisch. Quelle: Christian Fest
Rötha/Espenhain/Oelzschau

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oelzschau können endgültig aufatmen. Der Bau eines Funkmasts auf dem Feuerwehrgerätehaus ist endgültig vom Tisch. Die Stadt vermietet der Firma Deutsche Funkturm zwei Flächen in Espenhain und in Rötha, auf denen Sendemasten, so genannte Funkübertragungsstellen, errichtet werden dürfen. In Espenhain befindet sich die zehn mal zehn Meter messende Fläche in einer hinteren Ecke des Gewerbeparks Margarethenhain. Der Ortschaftsrat hat keine Einwände gegen diesen Standort.

Bau in Oelzschau unweit vom ehemaligen Sportplatz

In Oelzschau darf der Funkturm abseits der Straße in Richtung Störmthal nahe des ehemaligen Sportplatzes zwischen einem Erdwall und einem angrenzenden Feld gebaut werden. Andere vom Unternehmen bevorzugte Standorte, die sich näher an der Straße befinden, sind abgelehnt worden. Zu dem jetzigen Bauplatz muss das Unternehmen sich eine Zuwegung anlegen.

Feuerwehr ist froh über die Entscheidung

Seitens der Feuerwehr wird die Entscheidung begrüßt. „Wir wollen natürlich alle, dass das Funknetz erweitert wird“, sagte Feuerwehrleiter Heiko Röser der LVZ, „dass man nicht immer erst suchen muss, wo man Empfang hat“. Gegen den Bau eines Funkturmes auf dem Feuerwehrgerätehaus hatte man sich aber gewehrt. Der Turm werde zum Trocknen der Schläuche gebraucht. Außerdem waren die Bedenken wegen der erforderlichen Eingriffe ins Gebäude zu groß.

Ortschaftsrat stimmt geplantem Standort zu

Auch der Oelzschauer Ortschaftsrat hat sich mit dem jetzt gefundenen Standort einverstanden erklärt. Wobei Martin Zimmerling vor der Beschlussfassung im Technischen Ausschuss noch zwei Fragen aufwarf: Warum, wollte er wissen, darf der Funkturm gebaut werden, während der Versuch, auf dem Gelände Einfamilienhäuser zu bauen, abgelehnt worden war. Der stellvertretende Bürgermeister Uwe Wellmann (CDU) erläuterte in der von ihm geleiteten Sitzung: Die Anforderungen an Mobilfunkmasten seien geringer, die „dürfen auch im Außenbereich gebaut werden“.

Warum steht Mast nicht auf dem Telekom-Gelände?

Sowohl der Feuerwehrchef als auch der Ortschaftsrat wundern sich noch über etwas anderes: In Oelzschau hat die Telekom bereits ein eigenes Gelände. „Warum wird der Mast nicht dort gebaut?“

Stadt nimmt Miete ein

Für die Stadt bringt die Vereinbarung mit dem Funkturm-Unternehmen, der der Technische Ausschuss jetzt zustimmte, ein paar Einnahmen. Vom 1. Januar 2019 bis zum Baubeginn werden monatlich 20 Euro Miete gezahlt, ab Baubeginn monatlich 100 Euro. Für den Bau kommen Gittermasten oder Betonmasten in Frage, die dreißig bis vierzig Meter hoch sein können.

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Zwenkau hat ein Autofahrer am Mittwoch beim Abbiegen einen Fahrradfahrer übersehen. Der Radfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt.

10.10.2018

Ein 52-jähriger VW-Fahrer ist am Dienstag in Neukieritzsch mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden schwer verletzt.

10.10.2018

Böhlener Eltern von Krippenkindern müssen ab Januar wohl mehr für die Betreuung des Nachwuchses bezahlen. Die Gebühren, die sie für Kindergarten und Hort zu zahlen haben, sollen hingegen gleich bleiben.

10.10.2018