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Oelzschauer Lagerhalle in Flammen

Oelzschauer Lagerhalle in Flammen

Oelzschau. In Oelzschau ist am Sonntag eine Lagerhalle von Flammen vernichtet worden. Die Eigentümer, Landwirte aus dem Ort, hatten darin gepresstes Stroh gestapelt und Maschinen untergestellt.

. Die Polizei bezifferte den Schaden auf eine halbe Million Euro. Die Ursache ist noch unklar. Der Brandursachenermittler der Polizei soll am Montag seine Arbeit aufnehmen.

Die dunklen Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen. Auf dem Hof von Karl-Heinz und Steffen Zimmerling herrschte am Sonntag Ausnahmezustand. Stundenlang kämpften Feuerwehrleute gegen die meterhohen Flammen. 18 Kameraden aus Oelzschau waren im Einsatz. Sie wurden von 14 Kameraden aus Espenhain, zehn aus Mölbis und 18 aus Borna unterstützt. Für die Einsatzleitung war schnell klar: Die Halle, die bei ihrem Eintreffen gegen 9 Uhr bereits komplett in Flammen stand, muss unter fachkundiger Aufsicht abbrennen. Das dauert, zum Reden bleibt keine Zeit. Ein riesiges Problem: Das gepresste Stroh, das immer wieder entflammte. Es musste mühsam auseinandergezerrt und auf ein hinter dem Hof gelegenes Feld gekarrt werden. Glücklicher Umstand: ein Teich in unmittelbarer Nähe des Grundstücks. So gab es wenigstens genug Löschwasser. „Das Feuer wird uns sicher die ganze Nacht beschäftigen", sagte Frank Herzog, seit über 40 Jahren bei den Kameraden in Oelzschau dabei. Einen Brand dieses Ausmaßes habe er noch nicht mitgemacht.

Sein Nachbar Mike Ledig hatte den Qualm am Morgen als Erster gesehen. Er rannte zum Dachfenster und sah die Flammen am Giebel der Halle. Er verständigte den Notruf und rannte dann zu seinen Nachbarn, den Herzogs. Alle kennen sich im Dorf, helfen einander. „Ich kann leider wenig tun", bedauert der Oelzschauer und hofft, dass er den Zimmerlings irgendwann helfen kann.

In der Halle aus Betonfertigteilen mit einem relativ neuen Wellblechdach befanden sich neben Stroh und Heu ein Traktor, eine Pressmaschine und drei Anhänger. Auf dem Gelände des Familienbetriebs ist plötzlich nichts mehr wie es war. Feuerwehrleute kämpfen, von der Hitze zusätzlich gezeichnet, an einer Front, an der nicht mehr viel zu holen ist. Ein schwarzer Sonntag in Oelzschau.

Saskia Graetz

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