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Borna Oelzschauerin auch mit 80 dem Sport treu
Region Borna Oelzschauerin auch mit 80 dem Sport treu
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06:24 29.07.2018
Gern blättert Renate Otto in der Mappe mit Sporterinnerungen. Quelle: René Beuckert
Rötha/Oelzschau

Renate Otto ist erstmals im Alter von 15 Jahren mit Sport in Berührung gekommen – bis heute lässt er sie nicht los. Am Sonntag wird die im Herzen noch Junggebliebene 80 Jahre alt. Gern schaut sie auf ihr sportliches Leben zurück. „Eigentlich hat mir schon der Sportunterricht in der Schule gefallen. Später, 1950, gründete sich in Oelzschau der Sportverein dem ich beigetreten bin“, erinnert sie sich an die Anfangszeit.

Turnen, Leichtathletik, Faustball

Besonders am Turnen und der Leichtathletik fand sie Gefallen. 1954 mit Gründung der Sektion Faustball, entdeckte sie sogar diese Domäne für sich. „Oelzschau war dazumal eine Faustballmacht. Unsere Männer haben es nämlich bis zu den DDR Meisterschaften gebracht“, hebt sie hervor.

Oelzschauer Sportfeste mit Spielmannszügen

Noch gut in Erinnerung geblieben sind ihr die Oelzschauer Sportfeste in jener Zeit. „Das Ereignis war damals schon größer ausgelegt und blieb nicht nur den im Ort ansässigen Sportgruppen vorbehalten. Daran nahmen Sportler aus den umliegenden Sportvereinen bis hin nach Groitzsch teil. Selbst Spielmannszüge fehlten nicht“, erinnert sich Renate Otto. Auch beruflich war sie mit dem Sport eng verbunden.

1963 ging sie zum DTSB nach Borna, war dort in der Finanzkommision aktiv und nach der politischen Wende dann im Vorstand des Kreissportbundes als Schatzmeister tätig. Die sportliche Betätigung hat sie all die Jahre nie aus den Augen verloren. „Ich bin aktive Keglerin und möchte diesen sportlichen Ausgleich zum Alltag nicht missen“, sagt Otto.

Sportgruppe gegründet

Auch eine Sportgruppe ist 2005 unter ihrer Regie entstanden. „Wir haben im Ort viele ältere Mitbürger die sich gern noch sportlich betätigen wollten.“ Die Sportgruppe existiert noch immer und wird von einer erfahrenen Trainerin geleitet. „Leider musste ich nach einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden“, bedauert Renate Otto. Dafür hält sie dem Kegeln nach wie vor die Treue.

Eigentlich wollte sie Sportlehrerin werden

Bei den vom Kreissportbund organisierten Veranstaltungen, wie Integrationssport oder Seniorensport, ist sie oft mit dabei. Noch heute organisiert die Oelzschauerin Fahrten wie jene ins Erzgebirge in die Sportschule auf den sogenannten Rabenberg, wo Sportbegeisterte ab 50 Jahre sportlicher Betätigung nachgehen. Eigentlich wollte Renate Otto Sportlehrerin werden. Doch die Umstände der Zeit versagten ihr dies. „1952 durften nur noch Arbeiter- und Bauernkinder eine höhere Schule besuchen. Da mein Vater den Beruf eines Schmiedes ausübte, wurde er als Handwerker eingestuft“, sagt sie.

Sport und Ehrenamt halten fit

Andererseits habe es zu DDR-Zeiten für Sportler viel Unterstützung gegeben. „Damals gab es keine finanziellen Probleme, wenn es um den Sport ging. Gegenwärtig muss man genau rechnen und ist auf Sponsorengelder angewiesen“, bedauert Renate Otto.

Eine Mappe mit Urkunden zeugt von ihren zahlreichen sportlichen Aktivitäten, die sie nicht missen möchte. „Der Sport und die ehrenamtliche Tätigkeit halten mich fit“, sagt die agile Seniorin.

Von René Beuckert

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