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Borna "Offensichtliche Gleichgültigkeit"
Region Borna "Offensichtliche Gleichgültigkeit"
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15:01 19.05.2015

Mit der Schließung einher geht die Streichung von vielen Stellen. Mit einem offenen Brief an Aufsichtsräte und Geschäftsführung kritisieren die Betriebsräte die schlechte Informationspolitik und einen unangemessenen Umgang mit den Mitarbeitern.

"Wir, die Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen, Betriebe Borna und Hof, möchten unseren Unmut über die Informationspolitik der Geschäftsleitung sowie den Umgang mit den Mitarbeitern und Interessenvertretungen äußern", heißt es in einem von den Betriebsräten unterzeichneten "Offenen Brief an die Aufsichtsräte und Geschäftsführung", der der LVZ vorliegt. Sie diagnostizieren "eine offensichtliche Gleichgültigkeit der Betriebsleiter gegenüber den vorgebrachten Themen der Arbeitnehmervertreter". Der Betriebsrat erhalte die nötigen Informationen "sehr schleppend, mangelhaft und meist gar nicht. Somit ist uns eine Arbeit nach den Erfordernissen des Betriebsverfassungsgesetzes nicht möglich. Gerade in dieser ungewissen zukünftigen Arbeitsplatzsituation, den drohenden Schicksalen und Auswirkungen auf die Familien und Kinder der Mitarbeiter bei Kündigung oder einer Weiterbeschäftigung in Berbersdorf, ist eine kontinuierliche Unterrichtung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen über die Arbeitsplätze im Neubau Berbersdorf zwingend notwendig", so die Betriebsräte weiter. Und sie folgern: "Eine Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist somit nicht gegeben."

Um zu der endlich zurückzukehren, setze man auf die Unterstützung aus den Reihen der Aufsichtsräte und der Chefetage in Hamburg und Bayern und versuche, durch den Schritt an die Öffentlichkeit zu diesem Ziel zu kommen, begründet Thorsten Hollas, einer der Unterzeichner, diesen Brief. Doch der Appell gegen Lohndumping durch eine geplante Eingruppierung in niedrigere Lohngruppen und an "Ihre gesamtunternehmerische Verantwortung und Ihre Fürsorgepflicht" verhallten - auf jeden Fall bis gestern. "Es kommt keine Antwort, das ist das Schlimmste. Es ist beschämend", so Hollas. Von den bisher 512 Mitarbeitern in den Lagern in Borna und Hof fänden im Neubau in Berbersdorf nur noch etwas über 300 eine Weiterbeschäftigung. Ab dem Sommer 2014 soll das neue Lager in Schritten in Betrieb gehen und im selben Tempo die Lager in Borna und Hof auslaufen.

Auf Nachfragen der Leipziger Volkszeitung hält sich die Geschäftsleitung der Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen in ähnlicher Weise bedeckt. "Rein objektiv betrachtet sehen wir die Themen grundlegend anders, möchten dies jedoch nicht öffentlich diskutieren", schrieb Vicky Grimanelis vom Sekretariat der Geschäftsleitung. Und ließ einen Fragenkatalog der LVZ unbeantwortet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2013
Ekkehard Schulreich

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