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Borna Oh, es riecht gut: Duftspender überdecken schlechte Gerüche im Bornaer Bahnhof
Region Borna Oh, es riecht gut: Duftspender überdecken schlechte Gerüche im Bornaer Bahnhof
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08:00 03.12.2016
In der Unterführung des Bornaer Bahnhofs wird nicht nur öfter sauber gemacht, auch Duftspender gehören jetzt zur Ausstattung. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Etwas skurril mag es anmuten, doch es hilft ungemein: Duftspender sorgen jetzt in der Unterführung des Bornaer Bahnhofs für frische Luft. Zahlreiche Fahrgäste und Bewohner hatten sich in der Vergangenheit über den Zustand des Tunnels beschwert, der manches Mal zur Kloake verkommen war. Abhilfe – wenn auch zunächst einmal provisorisch – schaffen nun die Spender.

Denn nicht nur der barrierefreie Um- und Ausbau des Bahnhofs ist ein Dauerthema in der Stadt, sondern eben auch jener Tunnel, der mehr und mehr mit möglichst geschlossener Nase durchquert werden musste. Elke Fritzsche, die sich als Betroffene seit Monaten für die Belange gehandicapter Menschen einsetzt und um eine schnelle Lösung für den barrierefreien Bahnhof kämpft, drückt es radikal aus: „Im Durchgang wird uriniert, hingebrochen und noch mehr.“ Allerdings würden gegen die Ursachen (fehlende Toiletten) keine Duftspender helfen, sie lindern lediglich die Geruchsbelästigung.

Aufgehängt wurden die Luft-Erfrischer vom Team um Christian Schulz, Leiter des Bahnhofsmanagement Leipzig der DB Station & Service. „Das ist eine der Maßnahmen, die mit der Oberbürgermeisterin abgesprochen sind“, erklärt er. Bei der Podiumsdiskussion zwischen Kommune, Betroffenen und der Deutschen Bahn im August habe er Simone Luedtke (Linke) zugesichert, die ersten Schwachstellen auszumerzen. Auch die Reinigung des Tunnels sei intensiviert worden. So kommen die Reinigungskräfte nun dreimal in der Woche. Zusätzlich ist auch das Team um Schulz regelmäßig in Borna, um nach dem Rechten zu sehen. „Unsere eigenen Kontrollen haben wir auch verstärkt.“

Laut Schulz haben nun mittlerweile auch erste Gespräche mit den Planern begonnen, um dem Ziel eines barrierefreien Bahnhofs schneller ein Stück näher zu kommen. Dennoch rechnet er nicht damit, dass das Vorhaben vor 2019 oder 2020 umgesetzt ist. „Die Maßnahme hat Priorität, doch das ganze Verfahren dauert leider“, macht er deutlich.

Von Julia Tonne

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