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Borna Oldtimer auf zwei, drei und vier Rädern rollen zum Treffen durch Elstertrebnitz
Region Borna Oldtimer auf zwei, drei und vier Rädern rollen zum Treffen durch Elstertrebnitz
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00:19 19.05.2017
Die Oldtimerfreunde (v. li.) Volker Hasenbein, Matthias Domke und Frank Schlecht sind bestens vorbereitet für das dritte Oldtimertreffen am 20. Mai in Elstertrebnitz.  Quelle: Kathrin Haase
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Elstertrebnitz

 Für ihr drittes Oldtimertreffen am 20. Mai in Elstertrebnitz geben die Organisatoren wieder ordentlich Gas. Der Marktsteg hat sich für den Besuch fein gemacht, Imbiss und Getränke sowie eine Hüpfburg für die Kinder sind organisiert und die eigenen Pferdestärken scharren auch schon mit den Hufen. „Es kann losgehen“, freuen sich die Oldtimerfreunde auf die große Parade am Sonnabend. Beginn ist 9 Uhr, der Eintritt ist frei.

Wenngleich die Veranstaltungsreihe noch in den Kinderschuhen steckt, haben sich die Elstertrebnitzer längst einen Namen in der Szene gemacht und werden in einem Atemzug mit renommierten Oldtimertreffen in Espenhain, Kohren-Sahlis, Groitzsch oder Pegau genannt. Ihre eigenen Ursprünge gehen auf den Weihnachtsmarkt 2014 zurück, berichten die Veranstalter. Am Glühweinstand nahm die Idee sprichwörtlich Fahrt auf und schon im folgenden Jahr konnte das erste Oldtimertreffen stattfinden. Mit großem Erfolg, wie sich Matthias Domke (47), Volker Hasenbein (60) und Frank Schlecht (47) noch gut erinnern. Knapp 100 Besucher zählten die Elstertrebnitzer zur Premiere, ein Jahr später schon 140. „Es entwickelt sich sehr gut, wir sind selbst überrascht“, sagen die PS-Freunde. Annähernd 25 Frauen und Männer arbeiten vor und hinter den Kulissen zusammen und haben sich einheimische Firmen, die Gemeinde sowie private Sponsoren als starke Partner mit ins Boot geholt. „Wir sind kein Verein, kein Klub oder Interessengemeinschaft“, klärt Domke auf. „Wir sind einfach nur Menschen, die sich für alte Technik interessieren. Wir haben uns gesucht und gefunden.“

Zu sehen gibt es am Sonnabend alles, was das Oldtimerherz begehrt – vom Trabi bis zum Traktor und Mähdrescher, vom Zweirad bis zur Limousine. Tagebauschlosser Frank Schlecht gibt seiner AWO Touren von 1953 wieder die Sporen, Busfahrer Volker Hasenbein steuert seinen Traktor IFA Pionier mit 17 Stundenkilometern auf den Marktsteg und Matthias Domke, Einrichtungsleiter beim Malteser Hilfsdienst in Leipzig, fährt im zitronengelben Audi Coupe S 100 von 1971 vor. Die rollenden Geschichtsbücher sind teilweise älter als ihre Fahrer, und sie laufen dank guter Pflege wie eine Eins.

Es sind vor allem die rustikale Technik und der unnachahmliche Motorensound, die ihre Herzen höher schlagen lassen. Kein Vergleich zu den modernen Volkswagen und Fiat, mit denen sie im Alltag unterwegs sind. „Das Schöne an alten Autos ist, dass sie keine Elektronik haben und man fast alles selber reparieren kann“, erklären die Drei. „Bei neuen Fahrzeugen muss man heutzutage einen Computer anklemmen.“ Mit ihren Oldies sind die Elstertrebnitzer nicht nur gern gesehene Gäste auf regionalen Treffen, sondern fahren damit auch hin und wieder zur Arbeit. „Fahrzeuge müssen bewegt werden, vom Stehen wird’s nicht besser“, sagt Matthias Domke, und seine Oldtimerfreunde stimmen ihm zu.

Von Kathrin Haase

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