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Borna Oldtimerfahrzeuge beleben das Straßenbild von Borna
Region Borna Oldtimerfahrzeuge beleben das Straßenbild von Borna
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14:05 23.02.2018
Oldtimerfreunde kommen in Borna auf ihre Kosten. Quelle: Foto: René Beuckert
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Borna

„Diese Fahrt gilt als Auftakt zur Sachsenmeisterschaft“, betont Karl-Heinrich Lätzsch vom Oldtimerverein. So sind Fahrzeuge ab Baujahr 1920 genauso zu sehen, wie solche aus der jüngsten Vergangenheit, sogenannte Youngtimer, die mindestens 20 Jahre alt sind. Der Ausschreibung nach nehmen vorzugsweise Fahrzeuge aus Sachsen teil. Da die Veranstaltung bei den Oldtimerfreunden so beliebt ist, lassen sie auch Nennungen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt zu. „Es ist doch ein schönes Ereignis, welches die Leute miteinander verbindet“, stellt Lätzsch fest. Es sei faszinierend mit der alten Technik unterwegs zu sein, erzählt er weiter. Besonders wenn man in jahrelanger Kleinarbeit ein Fahrzeug restauriert hat, drängt es den Oldtimerfreund, nach den Wintermonaten, mit dem altehrwürdigen Untersatz auf der Straße unterwegs zu sein. „Manchmal erhalten wir beim Durchfahren der Dörfer sogar Beifall von den am Straßenrand stehenden Bewohnern“, freut sich Lätzsch.

Auch Familie Schroth steht am Bornaer Marktplatz, um die vorbeifahrenden Oldtimer aus nächster Nähe zu sehen. „Wir sind mit unserem Enkel gekommen, der gern mit Autos spielt. Hier kann Lenny den alten Autos, die längst nicht mehr zum Straßenbild zählen, einmal ganz nah sein“, sagt Andreas Schroth. Er selber habe zu DDR-Zeiten Wartburg und Trabant gefahren, die ihm all die Jahre gute Begleiter waren. „Der Trabant hat mich sogar bis nach Ungarn und zurück gebracht“, lobte Schroth dessen Zuverlässigkeit. Das Besondere für ihn war, dass sich viele Reparaturen, wie das Wechseln des Keilriemens oder der Zylinderkopfdichtung problemlos im Alleingang bewältigen ließen. Beim Anblick der Oldtimerfahrzeuge, darunter auch die legendären Wartburg- und Trabantfahrzeuge, wurden bei ihm diese Erinnerungen wach.

Neben den Oldtimern, die den Marktplatz im Minutentakt durchfuhren, folgten gegen 14.30 Uhr mit Muskelkraft angetriebene Zweiradfahrzeuge mit außergewöhnlich breiten Reifen, die eher an ein Motorrad erinnerten, als an ein Fahrrad. „Es ist tatsächlich eine originelle Mischung aus Fahrrad- und Motorradteilen, zumindest was die Reifen anbelangt“, meint Thomas Huy. Sie sind eine Gruppe engagierter Leute, die sich von Zwenkau nach Borna auf den Weg gemacht haben. „Neben dem eigenwilligen Umbau, wo jeder seinen Geschmack einfließen lassen kann, ist es besonders die Gemeinschaft, die uns gefällt“, hebt Christian Jungnickel hervor. Neben der gemeinsamen Ausfahrt sind sie auf anderen Veranstaltungen dieser Art unterwegs, wo sie Gleichgesinnte aus der Szene treffen.

Lada, Moskwitsch, Wartburgs, Trabis und Schwalben – alles, was zu DDR-Zeiten Rang und Namen in der Automobilwelt hatte, trat am Sonntag zum Schaulaufen an. Rund 40 Schrauber und Oldtimer-Liebhaber waren zur Premiere des „Ost-Maschinen-Treffens“ zum Böhlener Kulturhaus gekommen. Neugierige Blicke blieben da nicht aus – und waren gar erwünscht. Kofferraumklappen wurden genauso geöffnet wie Motorhauben, selbst die Technik von Polizeifahrzeugen konnte genauer unter die Lupe genommen werden. Der Böhlener Rainer Seikert hatte erstmals zum Ost-Oldtimertreffen gerufen. Mit Erfolg. „Bei dem Andrang können wir es uns gut vorstellen, das zur Tradition werden zu lassen“, sagte er.

Von René Beuckert und Julia Tonne

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