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Borna Oldtimertreffen in Kohren
Region Borna Oldtimertreffen in Kohren
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18:15 08.08.2010
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. Mehr als Hundert PKW und ebenso viele Zweiräder präsentierten sich, ehe sie am Mittag zu einem Korso durch das südliche Kohrener Land und den Nord-Peniger Raum aufbrachen.

„Eine solch breite Palette an Fahrzeugen sieht man sonst kaum", sagte Dirk Kunze. Mit einem F 8, Baujahr 1953 und damit 16 Jahre älter als sein Besitzer, war der Mülsener nach Kohren-Sahlis gekommen – und angetan von der Atmosphäre des Oldtimer-Treffens. Die Liebe zu alten Fahrzeugen hatte sein Vater geweckt, als er dem jungen Mann den zig Jahre treuen Familien-Trabant überließ. Kurze, erst skeptisch, fand Gefallen und zählt heute neun historische Fahreuge sein Eigen. Auf Klapphockern hatten es sich Gisela und Frank Thieme neben ihrem Goggomobil (Baujahr 1963) bequem gemacht. Beide sind Mitglied des Kohrener Vereins und kommen gern hierher: „Da gibt es immer was zu reden." Die Bornaer fahren, wenn nicht im Goggo, dann in der Isetta vor. „Eine Isetta zu haben, war der Traum meines Mannes schon zu DDR-Zeiten", erzählte Gisela. Nach der Wende kaufte er eine, „einen Schrotthaufen", und baute sie originalgetreu auf.

Ein zerlegtes Goggomobil hat Peter Drechsler vom Oldtimer-Club im benachbarten Windischleuba zurzeit in Arbeit. Nach Kohren-Sahlis gekommen war er mit einer Awo Sport. Helmut Bauch aus Meerane dagegen musste seinen Skoda Felicia in der Garage lassen; es gibt technische Probleme. Das Oldtimer-Treffen besucht er mit seiner Frau Roswitha dennoch: „Es ist schön zu sehen, welche Mühe sich die Leute beim Restaurieren reben." An Autos zu schrauben rege die grauen Zellen an, ist er überzeugt. Schon drei, vier Mal nahmen Bauchs an Veranstaltungen in Kohren teil.

Dem Klub drohte gestern die Sache beinahe über den Kopf zu wachsen: 111 teilnehmende Autos, 103 Motorräder und Roller. „Das ist auf alle Fälle Rekord", sagte Vorstandsmitglied Angela Mühlberg, die im Organisationsbüro saß. Vereinschef Klaus Sliwanski kümmerte sich mit seinem lila Trabant Kübel derweil um Nachschub an Bockwürsten und Frikadellen.

Mit einem 311er Wartburg (Baujahr 1960) kamen Grit und André Bilz aus Mühlau herüber. „Im Sommer kann man ihn fast wie ein normales Auto benutzen", sagt er. Auch Töchterchen Cara Cassandra (4) weiß den Wartburg zu schätzen: die sofaweichen Polster vor allem. Mit so etwas kann Bernd Weber aus Beierfeld nicht aufwarten: Sein Framo (Baujahr 1960), der unter anderem für eine Likörfabrik rollte, hat nur eine schlichte Bank, immerhin aber schon eine Heizung. Seine Kohren-Premiere gefiel Weber: „Man sieht mal was anderes, andere Autos, andere Leute."

Der Rettungswagen des DRK Altenburg, eine Garant-Karosse auf einem Granit-Fahrgestell (Baujahr 1950), war schon im vergangenen Jahr in Kohren dabei. Aufgebaut haben das Fahrzeug, das lange bei Betriebsfeuerwehren im Einsatz war, Stefan Spell und vier Kollegen. „In Kohren gefällt es uns", meinte Spell: „Und wir haben an diesem Wochenende keinen Dienst.

E. Schulreich

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