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Borna Omas und Opas gesucht
Region Borna Omas und Opas gesucht
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02:00 20.07.2011
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Borna

Dabei handelt es sich um Ehrenamtliche, die sich für die Betreuung von Kindern zur Verfügung stellen. Im ehemaligen Muldentalkreis funktioniert das bereits seit zwei Jahren.

Cornelia Killisch macht die Lage klar. Auf der einen Seite gibt es eine Reihe von Müttern, meist alleinerziehend, denen es an einer Oma für ihr Kind oder auch an Großeltern in erreichbarer Nähe fehlt. Was das im Alltag bedeuten kann, lässt sich leicht absehen: Große Schwierigkeiten in der Betreuung. Weil sich auf der anderen Seite mehr und mehr Senioren keinesfalls so fühlen, dass ihnen vieles oder gar alles zu viel ist, handelt es sich dabei um potenziell ideale Ersatz-Betreuer, Großmütter von außerhalb sozusagen.

Genau darum geht es beim Familienpaten-Projekt. Gesucht werden ältere Leute, die sich zeitweise ehrenamtlich um Kinder kümmern, nicht unbedingt als Babysitter oder gar als Haushaltshilfe, sondern um die Kinder etwa vom Kindergarten abzuholen, mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen oder auch mal einen Abend da zu sein, wenn die Mutter nicht zu Hause ist beziehungsweise sein kann.

In Grimma, so Cornelia Killisch, funktioniert das bereits in zehn Fällen. Das sollte auch in Borna sowie in und um Markkleeberg möglich sein, weshalb sich Interessenten Mittwoch von 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr sowie am Donnerstag von 9 bis 14 Uhr bei Anja Wicher im Haus der Diakonie Am Gericht 3 in Borna (Telefon 03433/27 40 40; E-Mail: fz.grimma@diakonie-leipziger-land.de) melden können. Voraussetzung für die Arbeit als Kindesbetreuer ist ein polizeiliches Führungszeugnis. Das bekommen Interessenten aber kostenfrei, weil ihnen die Diakonie eine entsprechende Bescheinigung gibt, derzufolge sie das Papier für eine Tätigkeit als Ehrenamtliche benötigen. Zudem werden die Interessenten geschult, sodass sie sich in Erster Hilfe auskennen und auch familiäre Notsituationen erkennen. Die Fahrtkosten oder auch Ausgaben wie ein Eis für das betreute Kind werden den ehrenamtlichen Teilnehmern am Familienpaten-Projekt ersetzt.

In Grimma und Umgebung ist das Projekt jedenfalls ein Erfolg. Oftmals sind es ältere Damen, die ebenso kinderlieb wie rüstig sind. Wobei, sagt die Frau von der Diakonie, „auch Opas gesucht werden". Und am Ende kann die Sache richtig gut laufen für alle Beteiligten. So gut, dass, wie jetzt geschehen, Mutter, Kind und Ersatz-Oma gemeinsam in den Urlaub gefahren sind.

Nikos Natsidis

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