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Borna Open Air Audigast mit Sonnenschein, Camping und mächtig was auf die Ohren
Region Borna Open Air Audigast mit Sonnenschein, Camping und mächtig was auf die Ohren
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07:00 23.05.2016
Ines und Sebastian Schmidt reisten mit Sohn Martin auf dem Ural-Gespann aus Jena an. Quelle: Gislinde Redepenning
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Groitzsch/Audigast

Zwei Tage Sonnenschein pur zu authentischer bis frenetischer Spielfreude haben die Open Air-Stammgäste, von denen einige aus der Erfahrung der letzten Jahre Gummistiefel und Regenjacken eingepackt hatten, lange nicht erlebt. Vor einem Vierteljahrhundert traf man sich noch zwanglos zu Partys, Hippy- oder Piratenfeten. Daraus entstand über die Jahre das Festival. „Es ist gewachsen, der ganze Ort ist involviert“, erzählt Chef René Fischer. „Früher hat noch jeder sein Verlängerungskabel mitgebracht, das ist heute natürlich anders.“

Zu den Tagesgästen gesellen sich diejenigen, die auf der Wiese fürstlich im Wohnmobil, zweckmäßig im Zelt oder schlicht im Auto schlafen, um zwei Tage lang unter Gleichgesinnten zu feiern. Die Nacht ist ohnehin kurz, bis in die Morgenstunden werden die Rockfans unter Strom gesetzt. Die reisen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern aus ganz Deutschland an. „Viele ehemalige Audigaster, die es beruflich in die Ferne verschlagen hat, lassen sich das Ereignis nicht entgehen“, weiß Fischer.

Er hat musikalisch aufgeboten, was in der Szene Rang und Namen hat. „Kirsche & Co“ aus Erfurt werden nicht nur von einem ihrer jüngsten Fans sehnsüchtig erwartet. Der siebenjährige Martin begab sich im Beiwagen des Ural-Gespanns seiner Eltern Ines und Sebastian auf die Tour. Schmidts kommen aus Jena und das seit Jahren. „Martin war schon mit anderthalb Jahren mit, damals kamen wir aus Sicherheitsgründen mit dem Auto“, erinnert sich Mutti Ines. „Beim Aufwärmen von Brei und Flasche ging gelegentlich die Autobatterie in die Knie.“

Martin höre zu Hause gerne die Kirsche-CDs, verrät sie. Klar, dass der Nachwuchs-Deutschrocker, der extra seine Ohrstöpsel eingepackt hat, da lieber den einen oder anderen Text zitiert, als Kinderreime.

Mit Freygang stand eine der populärsten Kultbands auf der Bühne in Audigast. Die Schaffensperiode reicht von systemkritischen Texten in der DDR mit Auftrittsverboten bis zu Titeln in Erinnerung an den verstorbenen Frontmann André Greiner-Pol als Symbol des politischen und sozialen Untergrunds. Er meinte, was er sang und brachte das an sein Publikum.

Zwei Heimspiele hatten „Backdoor“ und „Hayden“, die „Band mit den zwei Gesichtern“ (die LVZ berichtete). Während Hayden musikalisch zwischen Grönemeyer, Westernhagen und BAP pendelt, covert Backdoor Door-Songs und zelebriert den Kult dieser Band. Sänger Mario „Büffel“ Linke und Holger „Holle“ Schmidt am Keyboard sind „Ur-Groitzscher“. Sie feierten mit Kevin „The Rocket“ am Bass, Marcel Bräutigam am Schlagzeug und Sven „Zwitzsch“ Vogel 2012 im rappelvollen Saal der Audigaster „Goldenen Aue“ ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Klar, dass sie ihr Publikum begeisterten.

Von Gislinde Redepenning

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