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Borna Orschaftsratschefin zur Grundschule Neukirchen
Region Borna Orschaftsratschefin zur Grundschule Neukirchen
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18:09 07.06.2010
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. Die allerdings finden sich nicht immer angemessen in der Stadtpolitik berücksichtigt, erklärt die Wyhrataler Ortschaftsratsvorsitzende Brigitte Beyer (CDU). Im LVZ-Interview macht sie erneut deutlich, warum der Erhalt der Grundschule Neukirchen für die einstmals selbstständige Gemeinde so wichtig ist.

Frage: Noch immer steht eine Klage des Wyhrataler Ortschaftsrates wegen der geplanten Schließung der Grundschule Neukirchen im Raum. Was wäre das Ziel einer solchen Klage?

Brigitte Beyer: Wenn wir klagen würden, wäre selbstredend der Erhalt unserer Grundschule unser erklärtes Ziel. Und zwar solange, wie es genügend Kinder bei uns in Wyhratal gibt. Wir könnten unsere Schule derzeit anderthalbzügig führen und haben auch in der Perspektive mehr als 15 Kinder.

Werden Sie tatsächlich klagen?

Wenn wir weder beim Stadtrat noch bei der Stadtverwaltung ein Entgegenkommen erkennen können, ja. Jeder Stadtratsbeschluss, auch der zur Schließung der Grundschule Neukirchen, kann geändert werden. Aktuell brauchen wir für das Ganztagesangebot an unserer Schule einen Anbau, da hoffen wir, dass es im nächsten Jahr Geld dafür gibt. Das wäre ein 80, 90 Quadratmeter großer Raum, der uns vollauf genügen würde.

Wenn Sie am Erhalt der Grundschule Neukirchen festhalten wollen: Gefährdet das nicht die Sanierung der Schule West?

In Neukirchen gibt es einen Grundschulzug. Das könnte so bleiben, wenn es in der Schule West statt drei Zügen nur zwei sowie den Hort geben würde. Wir haben mehrfach um einen Kostenvergleich gebeten, aus dem hervorgeht, was die Sanierung der Schule West dreizügig und was sie zweizügig kosten würde. Auch wenn unklar ist, wie hoch dann die Fördermittel wären, steht fest, dass der finanzielle Eigenanteil der Stadt bei einer nur zweizügigen Sanierung ebenfalls geringer wäre. Auf diese Weise wäre Geld übrig, mit dem die Grundschule Neukirchen saniert werden könnte. Das wäre dann nicht zu teuer. Es geht um den guten Willen der Stadt. Mit einem konkreten Kostenvergleich könnten wir auch besser argumentieren. Dann lägen Zahlen auf dem Tisch. Wir stellen in Wyhratal immerhin ein Fünftel der Gesamtbevölkerung von Borna. Ich betone, dass wir keineswegs die Sanierung der Schule West verhindern wollen. Die wäre aber auch als zweizügige Schule ausgelastet, weil sie auch die Klassen von Schülern mit Lese-Rechtschreibschwäche beherbergen soll. Unsere Schule ist plötzlich ins Spiel gebracht worden, als es um einen Neubau ging. Dabei war bei der künftigen Schulplanung immer nur vom Kerngebiet der Stadt Borna die Rede. Unsere Schule stand niemals zur Debatte. Aus dem Kultusministerium heißt es zu den Vorgaben nur, dass es Sache der Stadt Borna ist, wie wir die sechs Klassenzüge verteilen, für die es Fördergelder gibt.

Fühlen Sie sich mit den Wyhrataler Belangen immer ernst genommen?

Es geschieht schon etwas. In Thräna ist einiges passiert, etwa bei der Feuerwehr oder auch bei der Sanierung von Straßen. Hin und wieder gibt es Investitionen. Es wäre aber gut, wenn wir dabei als Ortschaftsräte vorher gefragt würden, etwa wenn es um den grundhaften Ausbau von Straßen geht. Außerdem wäre es gut, wenn es Bemühungen gäbe, unsere Gewerbegebiete zu vermarkten.

Interview: Nikos Natsidis

Nikos Natsidis

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