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Ortsumfahrung für Audigast geplant: Weniger Verkehr und Hochwasserschutz

Groitzsch Ortsumfahrung für Audigast geplant: Weniger Verkehr und Hochwasserschutz

Jahrelang haben Stadtverwaltung, Räte und Anwohner um eine Ortsumfahrung für den Groitzscher Ortsteil Audigast gekämpft. Nun erscheint die Trasse im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans, der jetzt vorgestellt worden ist und bis 2030 realisiert werden soll. Die Audigaster freut`s. Wird es in dem Ort zukünftig nicht nur leiser, sondern vor allem auch trockener.

Zukünftig rollt der B 2-Verkehr nicht mehr durch den Groitzscher Ortsteil Audigast. Der Ort bekommt in absehbarer Zeit eine Umfahrung.

Quelle: Andreas Döring

Groitzsch/Audigast. Jahrelang haben Stadtverwaltung, Räte und Anwohner um eine Ortsumfahrung für den Groitzscher Ortsteil Audigast gekämpft. Nun haben die etlichen Anfragen, Fürsprachen und Bemühungen endlich Erfolg. Denn die Trasse erscheint im Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans, der jetzt vorgestellt worden ist und bis 2030 realisiert werden soll. Die Audigaster freut’s. Wird es in dem Ort doch zukünftig nicht nur leiser, sondern vor allem auch trockener.

Die Umfahrung wurde in dem Plan unter der Rubrik „vordringlicher Bedarf“ eingestuft. Groitzschs Bürgermeister Maik Kunze (CDU) kann es noch gar nicht glauben, „dass das jetzt endlich geklappt hat“, wie er zugibt. Die Überraschung sei im Rathaus groß gewesen. Er geht davon aus, dass ausgerechnet dem Hochwasser vor mittlerweile drei Jahren der Erfolg geschuldet ist. „Die B 2 zwischen Gera und Leipzig war ja in Audigast zwischenzeitlich immer wieder gesperrt, weil das Wasser stand“, erklärt der Rathauschef. Grund dafür ist, dass die B 2 ständig erhöht worden ist. Die Audigaster fordern schon lange eine Absenkung der Strecke, denn durch jede Sanierung sei laut Kunze neuer und damit auch mehr Teerbelag aufgetragen worden. Die B 2 wirkt daher immer wieder wie eine Art Staudamm.

Jahrelang hatte sich nichts getan, obwohl das Thema Ortsumfahrung immer dringlicher wurde. „Der Verkehr hat ständig zugenommen, und alles musste sich durch den kleinen Ortsteil quälen“, erläutert Kunze. Das sei eine enorme Belastung für die Anwohner. Er rechnet damit, dass der Verkehr auch noch weiter zunehmen werde, wenn der Bau der Autobahn 72 abgeschlossen sei.

Mehrere Varianten hat das Landesamt für Verkehr und Straßenbau (Lasuv) der Stadtverwaltung bereits vorgestellt. Welche es letztlich wird, steht allerdings noch in den Sternen. Vorab sei zunächst ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Bisher werde von Seiten des Lasuv allerdings eine Strecke favorisiert, die kurz hinter dem Bahnübergang in Pegau die B 176 kreuzt und zwischen Schnaudertrebnitz und Audigast entlangführt. Kunze sieht bei dieser Alternative jedoch etliche Schwierigkeiten. „Um die Auenlandschaft zu durchqueren, wäre der Bau von einigen Brücken notwendig“, sagt er. Außerdem müsse eine Lösung zur Überquerung der S 61 gefunden werden. Diese verbindet die beiden Ortsteile Audigast und Schnaudertrebnitz und endet schließlich an der B 176.

Eine Variante, die dem Rathauschef am besten gefallen würde, steht im Moment allerdings nicht zur Diskussion. Kunze würde es befürworten, wenn die Umfahrung über die B 176 und südlich von Schnaudertrebnitz verlaufen könnte. „Dadurch müsste die Auenlandschaft nicht durchschnitten werden, außerdem ist die Bundesstraße ja sehr gut ausgebaut“, begründet er. Müsse letztlich nur noch eine Möglichkeit gefunden werden, wie der Verkehr von der B176 dann auf die neugebaute Trasse geführt würde. Doch das alles ist noch in einiger Ferne. Kunze rechnet mit mehreren Jahren, bis die Umfahrung fertig sei. „Aber jetzt haben wir so lange gewartet, die paar Jahre schaffen wir auch noch.“

Das erste Unterfangen nach dem Bau der etwa drei bis vier Kilometer langen Umgehungsstrecke wäre die Abstufung der noch bestehenden Bundesstraße in Audigast. „Danach könnten die Schichten der Straße abgetragen werden, so dass es zukünftig keinen Rückstau des Wassers mehr gibt“, sagt der Bürgermeister. Wären mit der Umfahrung also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: weniger Verkehr im Ort und gleichzeitig Hochwasserschutz.

Von Julia Tonne

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