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Ostsee-Feeling bei Exkursion im stillgelegten Tagebau Groitzscher Dreieck

Expedition Ostsee-Feeling bei Exkursion im stillgelegten Tagebau Groitzscher Dreieck

Annähernd 30 Natur- und Heimatfreunde unternahmen auf Einladung des Großpösnaer Kuhstall-Vereins eine Expedition in den stillgelegten Tagebau Groitzscher Dreieck. Ihr Weg führte zu offen liegenden Kohleflözen, 37 Millionen Jahre alten Baumstämmen und entlang des entstehenden Sees.

Expedition in eine groteske und wildromantische Tagebaulandschaft im Groitzscher Dreieck: Dafür gab es ausnahmsweise eine Befreiung von der Helmpflicht, die ansonsten für den Tagebau besteht.

Quelle: Peter Krümmel

Groitzsch. Annähernd 30 Natur- und Heimatfreunde unternahmen am Sonnabend eine Exkursion in den 1991 stillgelegten Tagebau Groitzscher Dreieck. Sie folgten damit einer Einladung des Großpösnaer Kuhstall-Vereins, der Experten wie Peter Jolas von der Mibrag, den Botaniker Peter Gutte, den Geologen Frank Junge sowie Annett Bellmann von der Ökologischen Station Borna-Birkenhain dafür gewinnen konnte. Dank einer Sondergenehmigung der Mibrag konnte die Gruppe auf Helme und Schutzbrillen verzichten, die ansonsten im Tagebaugelände Usus sind, aber was angesichts des Sommerwetters eine deutliche Erleichterung darstellte.

Der Weg führte zu offen liegenden Kohleflözen, 37 Millionen Jahre alten Baumstämmen, tertiären Sanden und entlang des künftigen Sees, der derzeit geflutet wird. Es stellte sich nahezu Ostseefeeling ein, berichtet der Geschäftsführer des Kuhstall-Vereins, Peter Krümmel. Alle Spezialisten gaben gut verständliche Informationen zur Geschichte des Tagebaus, dem geologischen Aufbau, zu den sich auf teilweise sehr sauren Böden entwickelnden Pflanzengesellschaften und der Tier- und Vogelwelt. Das gesamte unter Bergrecht stehende Gelände ist eine Schatzkammer der Natur.

Im Anschluss an die Tagebaubefahrung verlief die Strecke weiter über Berndorf ins thüringische Lucka durch die östlich des Tagebaus verlaufende Schnauderaue. Dieses Kontrastprogramm war eines der Ziele der Exkursion, zu zeigen, dass die Natur sehr flexibel sich verändernden Rahmebedingungen anpasst und immer wieder spezifische Lebensräume erschafft.

Nach dreieinhalb Stunden waren alle Exkursionsteilnehmer wohlbehalten und beeindruckt von der Vielfalt und Schönheit der Landschaft zurück am Ausgangspunkt angelangt.

Von LVZ

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