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Borna Pädagogen aus der Ukraine zu Besuch in der Partnerstadt Borna
Region Borna Pädagogen aus der Ukraine zu Besuch in der Partnerstadt Borna
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00:18 03.06.2017
Pädagogen aus Irpen besuchen Borna. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Vier Schulleiterinnen und ein Sportlehrer gehören zur Delegation aus dem ukrainischen Irpen, die seit vorgestern zu Gast in Borna ist. Es handelt sich um einen weiteren Besuch aus der Bornaer Partnerstadt in der Nähe von Kiew, mit dem die Zusammenarbeit auf einem speziellen Gebiet ausgebaut werden soll. Hintergrund ist das „Jahr der Bildung“, das Vladimir Karplyuk, der Bürgermeister von Irpen, ausgerufen hat. Die Delegation aus der Ukraine will sich deshalb an drei Bornaer Schulen über das deutsche Bildungssystem informieren.

Hintergrund ist ein neues Bildungsgesetz, sagt Oxana Sulyma aus Irpen. Bisher sei es an den Grundschulen des Landes eher streng zugegangen. „Es gab sehr viele Hausaufgaben.“ Jetzt strebe die ukrainische Regierung ein moderneres Bildungssystem an. Deshalb stand am Mittwoch ein Besuch der Dinterschule an; am Donnerstag und Freitag sind die Pädagogen aus Irpen im Gymnasium Am Breiten Teich sowie an der Clemens-Thieme-Grundschule. Im Herbst sollen den Schulleitern dann Lehrer aus Irpen folgen, bevor Bornaer Pädagogen in die Ukraine reisen.

Dabei erregen nicht nur die Bornaer Schulen das Interesse der Besucher aus der Stadt, zu der es bereits zu sozialistischen Zeiten Partnerschaftsbeziehungen gab. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) erklärte, ihr Amtskollege aus Irpen würde gern wissen, wie er eine Freiwillige Feuerwehr aufbauen kann, so wie es sie in Borna seit Jahrzehnten gibt. Für Irpen ist zwar die Berufsfeuerwehr aus der Hauptstadt Kiew zuständig. Allerdings gibt es Reibungen zwischen den Stadtvätern von Irpen und der Kiewer Stadtregierung, weil deren Vertreter jeweils unterschiedlichen politischen Lagern angehören.

Die Wiederaufnahme der Verbindung nach Irpen begann vor fünf Jahren mit dem Besuch einer Bornaer Delegation in der 47 000-Einwohner-Stadt. Und es gibt auch Dinge, um die die Bornaer Rathauschefin die Partnerstadt ein wenig beneidet. „Die haben ein sehr schönes Stadion mit Kunstrasen.“ Das gibt es in Borna zwar auch, die Anlage in Irpen sei aber um einiges größer, habe jedoch nur halb so viel gekostet.

Der Aufenthalt der Ukrainer in Borna kostet die Bornaer Stadtkasse keinen Cent. Finanziert wird der Besuch über das Bundesentwicklungshilfeministerium, das den Besuch über die Engagement Global GmbH in Bonn fördert. Das Unternehmen versteht sich als Servicestelle für „Kommunen in der einen Welt“ und ist im Auftrag der Bundesregierung aktiv.

Von Nikos Natsidis

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