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Borna Panne in Regis-Breitingen bei der neuen Tagesstätte: Kein Gefälle für das Abwasser
Region Borna Panne in Regis-Breitingen bei der neuen Tagesstätte: Kein Gefälle für das Abwasser
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16:45 23.03.2018
Die neue Kindertagesstätte in Regis-Breitingen, der Ersatzbau fürs „Regenbogenland“, soll bis Ende November fertig sein. Quelle: Büro Strauss
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Regis-Breitingen

Eine kostspielige Panne ist beim Ersatzneubau der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Regis-Breitingen passiert. Dort treffen die aus dem Gebäude führende Abwasserleitung und der Anschluss zur Kanalisation in der Höhe nicht zusammen. Als Übergabestelle muss wohl ein Schacht neu gesetzt werden, der zudem eine sogenannte Hebeanlage aufnimmt. Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) geht davon aus, dass Mehrkosten in Höhe von um die 10 000 Euro entstehen, die aus seiner Sicht aber nicht die Stadtkasse tragen wird.

Wer der Auslöser für dieses Problem gewesen war, kann und will er nicht klären, so Lenk. Das müssten der Abwasserentsorger und der Fachplaner unter sich ausmachen. „Mir liegt es dabei fern, jemandem die Schuldfrage zuzuschieben.“ Es habe viele Gespräche und Nachkontrollen gegeben. Noch beharre jede Seite auf ihrer Ansicht. Auf jeden Fall will er die Rechnungsdifferenz weiterreichen, sagte der Stadtchef. Die eingetretene Zeitverzögerung soll aufgeholt werden. „Wir müssen den Fertigstellungstermin schaffen.“ Ende November ist avisiert.

Bei den zwei Unternehmen sind die Verantwortlichen mit ihren Äußerungen vorsichtig. „Das Schmutzwasser wird nicht im natürlichen Gefälle in den Kanal gelangen“, sagt Geschäftsführer Michael Spitzner beim Zweckverband Wasser/Abwasser Bor­naer Land. „Sicherlich ist das ärgerlich für den Auftraggeber.“ Der ZBL habe eine Hebeanlage empfohlen – wie sie ja schon bei der Sporthalle auf der anderen Straßenseite arbeitet. „Die Grundstücke liegen hier etwas tiefen.“

Ralph Matzke, Chef des Büros Grünplan in Krostitz, spricht von rund 20 Zentimeter Höhendifferenz zwischen Gebäude- und Kanalanschluss. „Das Haus mit seinen Anschlüssen war fertig. Der Grundstücksanschluss vom Kanal her wurde später gebaut und lag dann eben höher.“ Inzwischen sei die Hebeanlage bestellt und soll in zwei Wochen geliefert werden. Das Problem habe fünf Wochen Verzögerung für die Schaffung der Außenanlage gebracht. „Inzwischen arbeiten die zwei Firmen hier mit erhöhten Anstrengungen, haben teilweise bis zu zehn Leute auf der Baustelle.“ Er gehe davon aus, dass der Abschlusstermin gehalten werden kann.

Ob das Problem – nachträgliche Planänderung mit Verzögerung und Mehrkosten – zu vermeiden gewesen wäre, ist sicherlich der zentrale Aspekt bei der Schuldfrage. Die zu klären, ist nicht nur für die Zusatzrechnung wichtig. Schließlich muss die Hebeanlage, mit Motor und Pumpe, über Jahre arbeiten. „Der Strom dafür dürfte zwar nicht so teuer werden“, so Bürgermeister Lenk. „Aber Wartung und Reparaturen können ins Geld gehen.

Von Olaf Krenz

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