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Borna Party am Großstolpener See geht bis zum frühen Mittag
Region Borna Party am Großstolpener See geht bis zum frühen Mittag
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00:19 26.07.2017
Das Partyvolk tanzt: Der Anziehungskraft der Summer Inspiration kann auch ein Gewitterguss wenig anhaben. Die 17. Auflage ist ein Erfolg. Quelle: Foto: Adrian Kühne
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Groitzsch/Grossstolpen

Die sonst beschauliche Ruhe am Großstolpener See wurde am Sonnabend von der bunten Welt der elektronischen Musik unterbrochen. Die wummernden Beats der Summer Inspiration schallten nicht nur über Strand und Wasser, sondern waren in den umliegenden Groitzscher Orten sowie bis nach Neukieritzsch und Regis-Breitingen zu hören. „Du denkst zu viel und tanzt zu wenig“, stand auf den Stickern, die Severine Schäfer vom Gastgeber-Team des kleinen House-, Techno- und Disco-Festivals verteilte. Auf mehrere Hundert Besucher traf das allerdings nicht zu. Auch ein anfänglicher Gewitterguss konnte die mittlerweile vielen Stammgäste nicht abhalten. Auf zwei Floors ließ sich das Publikum auf die Rhythmen ein und feierte bis in die Mittagsstunden des Sonntags ein rauschendes Fest.

Das Summer-In­spiration-Team hatte den Badestrand des Sees in zwei Aufbautagen in eine bunte Kulisse aus Bühnen, Sonnensegel, Zelten und unzähligen kleinen und großen Dekorationen verwandelt. Direkt am Wasser war eine große Bühne aufgebaut, was den Dancefloor in den Sand verlegte. Eine weitere gab es im Technozelt. Bereits zum 17. Mal hatte die Truppe um Eric Schleehahn, Thomas Gebhardt und Raik Semmling bekannte DJs und Live-Künstler aus der Region eingeladen. Besonderer Wert liegt zum einen darauf, dass die Akteure ihre digitalen Sets nicht aus der Konserve abspielen, sondern tatsächlich aktuell erzeugen. Und zum anderen ist der Einsatz von Schallplatten dringend erwünscht wegen der persönlichen Note.

Zum „Aufwärmen“ der Partygäste traten unter anderem Uris aka LeLoup und Dennis Kühne sowie Marc Bel, die alle zum Kreis der Gastgeber gehören, an die Regler. Rund um Mitternacht beherrschte Marcapasos die Szene am Strand. Wie zuvor bei den Kollegen hielten seinen Tracks die Besucher in Bewegung. Mit dem südländisch anmutenden Temperament wurde er zum Herzschrittmacher des Floors – was der spanische Künstlername des Leipzigers ja auch bedeutet. Rund zwei Stunden agierte der Leipziger bei seiner Premiere in Großstolpen, dann zog er weiter zum nächsten Gig. Nicht ohne die Summer Inspiration, ihre geniale Örtlichkeit und Ausstattung zu loben und ein Wiederkommen anzukündigen.

Obwohl alle Künstler auf ihre Art einzigartig waren, hob sich Maria Ruhe aufgrund ihrer speziellen Performance noch ab. Während ihre Kollegen die harten oder auch sphärischen Klänge wirken ließen, fügte die einzige Frau in der Line up des Festivals ihren Gesang zur elektronischen Livemusik hinzu. Womit sie unter dem Künstlernamen „Die Ruhe“ alles andere als Stille verbreitete. Ein weiterer Höhepunkt waren die außergewöhnlichen Darbietungen von Ben Hoffmann, der als sogenannter Beatboxer sämtliche Töne und Beats nur mit Mund und Mikrofon erzeugte. Beide Künstler waren ebenfalls zum ersten Mal am Großstolpener See und von der schönen Kulisse beeindruckt. Und das Publikum war von ihnen begeistert, wie nicht nur Romy Säring bestätigte. Die Zeitzerin kommt bereits seit vielen Jahren zum Feiern hierher.

„Beeindruckend, was man aus dem Mund alles herausholen kann“, entfuhr es Mit-Organisator Semmling. Auch wenn der Kassensturz noch nicht erfolgt ist, zeigte er sich schon zufrieden mit der Veranstaltung. „Klar sind ein paar Gäste mehr immer schön. Und das Gewitter hat uns sicherlich einige gekostet. Aber ich denke, es war ganz ordentlich.“ Schwierigkeiten gab es keine. Team und Security hatten alles im Griff, sagte er.

Nach Abschluss der Party begann für die Veranstalter gleich der anstrengende Abbau von Zelten, Dekoration und Technik. Am Nachmittag war die Hälfte ge­schafft, abends sollte fast alles be­räumt sein. „Der kleine Rest kommt am Montagvormittag weg“, so Raik Semmling. „Damit steht der Strand wieder ganz den Badegästen zur Verfügung.“ Das Team hoffe auch für die Fortsetzung 2018 auf die Unterstützung der Sponsoren und der Stadt Groitzsch sowie auf die Toleranz der Anwohner bei der nächtlichen Geräuschkulisse.

Von Olaf Krenz

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