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Parzelle in der Groitzscher Anlage „Erholung“ wird Biotop

Gemeinschaftsaktion Parzelle in der Groitzscher Anlage „Erholung“ wird Biotop

Kaum kommen die Kleingärtner der Groitzscher Anlage „Erholung“ nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten an den Wegen wieder trockenen Fußes zu ihren Parzellen, wird es andernorts nass. Diesmal allerdings beabsichtigt. Hier ist ein Teich entstanden, der Kindern die Natur näher bringen soll.

Die Stadt Groitzsch, Nabu und Mitgas haben in der Groitzscher Kleingartenanlage „Erholung“ einen Teich geschaffen und bieten „Natur zum Anfassen“ an.

Quelle: Julia Tonne

Groitzsch. Kaum kommen die Kleingärtner der Groitzscher Anlage „Erholung“ nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten an den Wegen wieder trockenen Fußes zu ihren Parzellen, wird es andernorts nass. Diesmal allerdings beabsichtigt. Die Regionalgruppe Südraum Leipzig des Naturschutzbundes (Nabu) hat in Zusammenarbeit mit dem Verein und der Stadt Groitzsch einen Teich angelegt, der von Mitgas für deren Naturprojekt genutzt wird.

Und von diesem profitieren alle Beteiligten – sogar die Störche, die den benachbarten Schornstein ihr Zuhause nennen. Für die Stadt ist das bis zu 1,80 Meter tiefe Gewässer eine Ausgleichsmaßnahme für die Teiche, die dem Wohnbaugebiet Wiesenblick weichen müssen. Mitgas und Nabu hingegen nutzen das neu entstandene Biotop auf dem Gelände für das Projekt „Natur zum Anfassen“. Der Verein „Erholung“ hat eine Parzelle weniger, die bisher keinen Pächter findet.

„Wobei wir sicherlich das Areal hier pachten werden“, machte Peter Windolph, Vorsitzender der Nabu-Regionalgruppe, deutlich. Der Nabu hatte sich bei Mitgas für das Projekt beworben, um die Umweltbildungsarbeit im Naturschutz-Zentrum Neuer Weg zu verstärken. Und Mitgas wiederum sucht nach wie vor Naturareale, die von Schulklassen der Stufen zwei bis sechs erkundet werden können.

Neben dem neuen Teich entsteht in den kommenden Wochen eine Schmetterlingswiese, die Einsaat hatten die Pegauer Schüler der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz vorgenommen. Gepflanzt wurden zudem ein Weißdorn und eine Felsenbirne – zwei Arten, die vor allem Schmetterlinge anziehen. Dass der Nabu zunehmend Flächen in Kleingartenanlagen nutzt, um Projekte umzusetzen, hängt schlichtweg mit den großen Möglichkeiten zusammen. „Die Fläche aller deutschen Kleingärten ist doppelt so groß wie die der Naturschutzgebiete. Wir haben also ein riesiges Potenzial“, begründete Windolph.

Der Teich ist nun neues Zuhause von Erdkröten; sie wurden kurz vor dem Ablaichen sozusagen umgesiedelt, damit der Nachwuchs gleich hier heimisch wird. Demnächst setzt der Aquarianer Bernd Espig noch Wasserflöhe aus, die dann für die Sauberkeit des Gewässers verantwortlich sind. Ergänzt wird die neue Teichgemeinschaft durch Wassermolche. Dieses Sammelsurium von Amphibien ist nicht nur für die zukünftigen Besucher spannend, sondern für die benachbarten Störche vor allem lecker. Sie werden demnächst nur noch kurze Wege haben, um etwas zur Mahlzeit zu besorgen.

Finanziert worden ist das Anlegen des Teichs von der Stadt. „Es ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Wiesenblick. Die Kosten dafür gehören zu den Erschließungskosten für das Wohnbaugebiet“, erklärte Grit Straßburger von der Stadtverwaltung. Der Kleingartenverein profitiert insofern von dem Teich, dass die Parzelle aufgrund ihrer Größe bisher keinen neuen Pächter gefunden hat, wie der Vereinsvorsitzende Karl Pabst erklärte. „Wir versuchen, andere Möglichkeiten der Nutzung zu finden, denn von den derzeit 160 Parzellen stehen rund 30 leer.“

Mitgas bietet seit mittlerweile sieben Jahren das Projekt „Natur zum Anfassen“ an und ist immer auf der Suche nach passenden Arealen. „In diesem Jahr liegt der Themenschwerpunkt bei der Wiese – eine Oase für Schmetterlinge und Regenwürmer. Deshalb haben wir den Kleingarten mit in das Projekt aufgenommen“, erläuterte Susanne Weiß, Projektleiterin des Gasanbieters.

Vom 15. August bis 9. September können Kinder der Klassen zwei bis sechs in der Kleingartenanlage und in Groitzsch selbst auf Entdeckungsreise gehen. Anmeldungen für das Projekt werden vom 2. Mai bis 24. Juni über die Internetseite www.natur-zum-anfassen.de entgegengenommen.

Von Julia Tonne

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