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Pegau: 100 000 Euro auf Spendenkonto

Pegau: 100 000 Euro auf Spendenkonto

Es vergeht zurzeit kaum ein Tag ohne eine symbolische Scheckübergabe. Acht Wochen nach der Flut wird die Stadt Pegau nach wie vor finanziell stark unterstützt.

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Den Erlös eines Benefizkonzertes im Böhlener Kulturhaus übergeben die Geschäftsführer Hans-Ulrich Zschoch (vorn rechts) und Dietmar Berndt an die Kinder des Pegauer Schulhorts.

Quelle: Thomas Kube

Pegau. Das Spendenkonto beläuft sich mittlerweile auf 100 000 Euro, sagte Stadtkämmerer Frank Rösel und fügte hinzu: "Wir freuen uns sehr."

 

 

Es geht um enorme Summen. So spendeten die Stadtwerke Leipzig in dieser Woche 5000 Euro. In den Tagen des Hochwassers waren 15 Mitarbeiter des Unternehmens vor Ort und halfen beim Aufräumen. Sie sahen all den Schlamm, wie sich Fußböden heben und Menschen verzweifelt sind. Danach startete die Firma ihre Spendenaktion - mit einem beachtlichen Ergebnis.

Die Kulturbetriebs GmbH Böhlen, Regio TV und der Wochenkurier initiierten ein Benefizkonzert mit dem Leipziger Symphonieorchester und dem Soulorchester Feelmen unter Dirigent Stefan Diederich. Am 14. Juli hörten 550 Besucher im Böhlener Kulturhaus Kompositionen von Frank Sinatra, James Brown und Aretha Franklin, Giuseppe Verdi, Wolfgang Amadeus Mozart und Georges Bizet. Alle Mitwirkenden verzichteten auf ihre Honorare. 2700 Euro kamen zusammen.

Das Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf GmbH übergab kürzlich 2000 Euro. Das Unternehmen strich sein Sommerfest und half mit dem eingesparten Geld Hochwasseropfern in Pegau. Drei Beispiele von vielen.

"Wir werden mit den Geldern vor allem die betroffenen Kindereinrichtungen unterstützen", sagte der Kämmerer. Zahlreiche Spenden seien ohnehin zweckgebunden für den Schulhort. Das Areal gleich neben der Weißen Elster hat es wie berichtet besonders schlimm erwischt.

Ein Teil der Hortzimmer kann bereits wieder genutzt werden. Eine böse Überraschung gab es bei den Container-Räumen, wie Frank Rösel erzählt. Als dort sauber gemacht war, sah es optisch zunächst ganz gut aus. Doch dann stellte sich heraus, dass sich die Dämmung mit Wasser voll gesaugt hat. In der Folge mussten die Container komplett abgebaut und ersetzt werden. "Das ist fast abgeschlossen. Im Hauptgebäude laufen nach wie vor die Trockner. In der nächsten Woche sollen dort die Maler rein", sagte der Kämmerer. Ziel ist, dass zum Schulanfang der Hort wieder komplett in Betrieb genommen werden kann.

Etwa 275 000 Euro wird die Instandsetzung kosten. Die Kommune kann mit 90 Prozent Förderung rechnen, was das Gebäude betrifft. Für das Inventar gibt es keine Unterstützung, dafür sollen die Spenden verwendet werden. All dies Geld kann Pegau gut gebrauchen, denn von der Versicherung erhält die Stadt keinen Cent. Kämmerer Rösel nennt den Grund: "Das Haus steht zu nah an der Elster." Das versichert keiner mehr.

Dies wird sich jedoch in Zukunft ändern. Wie berichtet, sucht die Stadt derzeit ein geeignetes Grundstück in der Nähe der Schule und will dort einen neuen Hort bauen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.07.2013

Carell-Domröse, Claudia

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