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Pegau: Fast 40 Baustellen nach Hochwasser

Pegau: Fast 40 Baustellen nach Hochwasser

Die Hochwasserschäden in Pegau waren enorm: Knapp 40 Baumaßnahmen für fünf Millionen Euro hat Gunther Grothe nun auf seinem Tisch. Innerhalb von zwei Jahren müssen sie abgearbeitet werden.

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Viele Grundstücke und Straßen in Pegau wurden im Juni überflutet. Die Stadt bereitet jetzt die Fördermittelanträge vor, um die öffentlichen Flächen zu sanieren.

Quelle: Thomas Kube

Pegau. Viel zu tun für den Bauamtsleiter und sein Team - die LVZ sprach mit ihm.

 

 

Frage: Wie gehen Sie bei der Fülle an Baustellen vor?

 

 

Gunther Grothe: Die Objekte werden zunächst im Bauamt auf die entsprechenden Mitarbeiter aufgeteilt. Bei mir verbleiben fast ausschließlich die größeren Brücken-, Straßen- und Hochbaumaßnahmen. Bei kleineren Sachen benötigen wir keine Planungsbüros. Hier werden von den Mitarbeitern Angebote eingeholt, die dann Grundlage für den Fördermittelantrag sind. Bei größeren Maßnahmen benötigen wir Planungsbüros, da wir hier an unsere Grenzen stoßen. Die für die Objekte benötigten Planungsgrundlagen können wir nicht selbst erstellen. Außerdem sollen diese Maßnahmen auch öffentlich ausgeschrieben werden, was sinnvoll für die Preisgestaltung ist.

 

 

Planungsbüros und Baufirmen haben derzeit volle Auftragsbücher. Wird dies die Preise in die Höhe treiben?

 

 

Bei den Büros ist das nur indirekt der Fall, da es dafür die HOAI gibt. Bei den Baufirmen erwarte ich höhere Preise als in diesem Jahr auf Grund der Vielzahl der Projekte im Land Sachsen.

 

 

Was verstehen Sie unter einem kleinen Projekt?

 

 

Zum Beispiel einen unbefestigten Weg, der auf 150 Meter mit einem Mineralgemisch aufgefüllt werden muss.

 

 

Und was sind die größten Pegauer Baumaßnahmen nach dem Hochwasser?

 

 

Das ist zum einem die Sanierung oder der Neubau der Flutbrücke auf dem Weg nach Groitzsch. Dafür sind 1,3 Millionen Euro eingeplant. Des Weiteren gehört der Elsterradweg und der Wirtschaftsweg durch die Aue mit fast 800 000 Euro dazu. Die Wege sind weggespült worden und in bestimmten Bereichen an der Weißen Elster weggebrochen. Hier wird noch überlegt, ob es eine gemeinsame Lösung, also einen kombinierten Rad- und Wirtschaftsweg mit einer Breite von 3 bis 3,5 Meter auf einer Länge von etwa 2 bis 2,5 Kilometer geben kann.

 

 

Was ist mit dem DRK-Domizil?

 

 

Dies gehört mit 360 000 Euro ebenfalls zu den großen Baumaßnahmen. Die alte Baracke des DRK wurde überflutet und ist nicht mehr zu sanieren. Sinnvoller Weise wird an dieser Stelle nichts wieder aufgebaut. Es gibt zwei städtische Objekte, die wir mit dem Geld sanieren könnten. Die Entscheidung muss jetzt das DRK fällen. Die vierte große Baustelle betrifft die Bogenbrücke. Dafür stehen 400 000 Euro zur Verfügung. Das ist aber kompliziert. Es gibt keine Pläne von der Brücke, so dass die Art der Sanierung noch geklärt werden muss. Das ist aber Sache des Planungsbüros.

 

 

Wie gehen Sie jetzt vor: Sobald der Fördermittelantrag für ein Projekt fertig ist, wird er abgeschickt?

 

 

Ja, wir arbeiten dies Stück für Stück ab. So wie die Zuarbeiten eingehen, schicken wir die Anträge ab, um dann auch zügig bauen zu können.

 

 

Wann wird es losgehen?

 

 

Wir wissen jetzt nicht, in welchem Zeitraum die Anträge bearbeitet werden. Ich gehe aber davon aus, dass wir Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres mit den Ausschreibungen beginnen und dann bauen können. Ich habe kürzlich erfahren, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr zusätzliche befristete Stellen für die Bearbeitung der Anträge geschaffen hat. Dies wird wahrscheinlich auch bei der SAB der Fall sein. Das ist ja sonst auch gar nicht zu schaffen.

 

 

Was ist mit dem Sporthaus des TuS Pegau, das vom Hochwasser erheblich beschädigt wurde? Die Pächter der Gaststätte sind bereits in die Badgaststätte umgezogen.

 

 

Wir werden das Objekt sichern und die Räume, die der TuS braucht, wieder herrichten. Was mit dem Rest des Hauses geschehen soll, ist noch völlig offen. Da hängt auch viel vom Verein ab. Ich glaube, dass es dort nicht wieder eine Gaststätte geben wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.10.2013
Carell-Domröse, Claudia

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