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Borna Pegau: Haubitzer Impressionen in Öl – Günther Mika ist der Natur auf der Spur
Region Borna Pegau: Haubitzer Impressionen in Öl – Günther Mika ist der Natur auf der Spur
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21:30 22.06.2017
Dem Gefühl für die Natur nachspüren: Günther Mika zeigt ab Sonnabend seine Ölbilder in der Pegauer Galerie „Das blaue Haus“. Quelle: Andreas Döring
Pegau

Aufs Land führt die neue Ausstellung in Pegaus Galerie „Das blaue Haus – der kleine Bilderladen“. Nach den „Farben der Stadt“ sind ab Sonnabend Ansichten aus Natur und dörflichem Umfeld im Leipziger Südraum zu sehen. Günther Mika nennt seine Schau mit 16 Ölbildern „Haubitz“, nach seinem Wohn- und Schaffensort.

Mit Titeln hat er es nicht so, Pinsel mag er ebenso wenig, und Menschen müssen auch nicht sein – wenn es seine Bilder betrifft, die wundervoll farbenprächtig sind. Im ersten Fall aber hat er sich für seine Premiere in Pegau durchgerungen. Und so zeigt etwa „Kleines Schmiedetor“ einen wunderbar blühenden Topf im eigenen Hof, und liefert „Kleines Winterbild“ den Anblick des schneebedeckten Nachbargehöfts. Auch eine Teichlandschaft und Fliedersträuchern fesseln den Betrachter.

Gerade Linien, exakte Trennungen der Objekte im Bild sind bei Mikas Stil nicht zu finden. „Meine Ölbilder sind gespachtelt. Manchmal trage ich die Farbe auch direkt aus der Tube auf und arbeite mit der Tube weiter.“ Die Bekanntschaft mit dem Maler Erich Dietz habe ihn inspiriert. Für Galerist Rainer Pleß ist das impressionistische Bewegungsmalerei: „Stimmung wird übersetzt in Farbe und Bewegung.“ Das Motiv lebe in der Fläche, es mische sich im Blick des Betrachters.

Die Stücke von Mikas Ausstellung entstanden in diesem und dem vergangenen Jahr. Es sei ein fließender Übergang dorthin gewesen, nachdem er schon seit Anfang der 1980er-Jahre Öl- und Materialbilder sowie Pastelle geschaffen hatte. „Besonders interessant war jetzt für mich, mal so großflächig zu malen.“ Ihm gehe es darum, dem Gefühl für die Natur, der Ursprünglichkeit nachzuspüren. Draußen fertigt er Skizzen, teils in Farbe. „Im Atelier male ich aus der Stimmung heraus, die ich vor Ort bei den jeweiligen Lichtverhältnisse verspüre. Das will ich dann schnell abarbeiten.“ Wobei es auch mehrere Tage bis zur Fertigstellung dauern könne – wenn die Arbeit als niedergelassener Zahnarzt in Kitzscher dazwischenkommt.

Eigentlich sei er ein Einzelgänger, so der 64-Jährige. Dennoch lässt er seine Frau Bärbel, eine Keramikerin, Einfluss nehmen auf die Bilder. „Wenn ihr eine Farbe nicht gefällt, kratze ich das wieder runter. Aber ich rede auch rein bei ihren Arbeiten“, meint er schmunzelnd.

Ausstellung „Haubitz“ von Günther Mika, Eröffnung am Sonnabend, 15 Uhr, Galerie „Das blaue Haus“, Pegau, Zeitzer Straße.

Von Olaf Krenz

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