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Pegau: Sanierung der denkmalgeschützten Bogenbrücke läuft

Pegau: Sanierung der denkmalgeschützten Bogenbrücke läuft

Wenn Johannes Frankenfeld über die Pegauer Bogenbrücke geht, kann ihm mulmig werden. Denn die Oberfläche ist durch den andauernden Regen rutschig geworden und das Geländer wurde bereits im Zuge der jetzt begonnenen Instandsetzungsarbeiten abmontiert.

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Das Geländer wurde für die Instandsetzung der Bogenbrücke abmontiert, ein Gerüst stützt das Bauwerk, wenn der Beton abgetragen wird.

Quelle: Julia Tonne

Pegau. Zudem ist der Wasserspiegel der Weißen Elster deutlich gestiegen. "Für die Arbeiten hätten wir uns schon besseres Wetter gewünscht", sagt der Bauleiter der Firma Umwelttechnik und Wasserbau, die in den kommenden Monaten die Brücke aufwendig sanieren wird.

Wie Pegaus Bauamtsleiter Gunther Grothe erklärt, sei das Geländer derzeit in einer Schmiede, um dort aufgearbeitet zu werden. Währenddessen werde auf der 24 Meter langen Brücke der lose Beton abgetragen und abgestrahlt, so dass die sogenannte Bewährung, also der Stahlträger, sichtbar werde. "Die Bewährung müssen wir uns dringend anschauen. Ist sie in einem guten Zustand, reicht es, wieder Betonschichten aufzutragen", sagt Grothe. Im anderen Fall, den der Bauamtsleiter nicht hofft zu sehen, müsse ein weiterer Stahlträger angebracht werden. Ein Ergebnis erwartet Grothe Ende dieser Woche.

Unabhängig davon bekommt die Bogenbrücke, die seit gestern mit einem Gerüst abgestützt wird, in den nächsten Wochen einen neuen Gussasphalt. Die Kosten für die Instandsetzung, die bis Oktober abgeschlossen sein soll, liegen bei rund 350 000 Euro. Geld, das vom Freistaat für die Beseitigung der Hochwasserschäden kommt. Ein Neubau der Brücke wäre in etwa gleich teuer geworden, allerdings steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Sie wurde 1929 als eine der ersten Bogenbrücken überhaupt mit Stahlbeton erbaut. Wenn keine großen Überraschungen bei der Instandsetzung auftauchen, könnten Radfahrer und Fußgänger ab Ende Oktober wieder die Weiße Elster an dieser Stelle passieren.

Die nächste Brücke, die dann saniert wird, ist die an der Untermühle. Grothe geht davon aus, dass die Arbeiten daran im September beginnen können. In der nächsten Woche hingegen fangen die Bauarbeiten am Pegauer-Groitzscher Fuß- und Radweg an. Wie die LVZ berichtete, ist Groitzsch bei der Instandsetzung für rund 112 Meter zuständig, Pegau für zirka 600 bis 700 Meter.

Für Pegau sind das in Anbetracht des kommenden Großprojekts Hort-Neubau allerdings Kinkerlitzchen. Wenn am 9. September der Stadtrat zusammenkommt, sollen dafür bereits die ersten Aufträge an verschiedene Gewerke vergeben werden. Baubeginn, so hofft Grothe, könnte der Oktober sein,

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2015
Julia Tonne

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