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Borna Pegau beauftragt Telekom: Schnelles Netz für vorerst nur 147 Haushalte
Region Borna Pegau beauftragt Telekom: Schnelles Netz für vorerst nur 147 Haushalte
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16:44 19.05.2017
Langsames Internet soll in Pegau bald der Vergangenheit angehören. Quelle: dpa
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Pegau

Viele haben schon mal gesehen, wie es geht, aber nicht im eigenen Zuhause: Das schnelle Internet ist auch in Pegau und seinen Ortsteilen noch weitgehend ein Mythos. Soll es jedoch nicht mehr lange bleiben. Zumindest für 147 Haushalte beziehungsweise Firmen ist jetzt einen Verbesserung eingeleitet worden. Der Stadtrat hat dazu der Deutschen Telekom einen Auftrag erteilt, der bis spätestens Ende 2018 abgearbeitet sein soll. Für die übergroße Mehrheit der Einwohner allerdings könnte es theoretisch doppelt so lange dauern, bis sie beim Hochladen von Fotos und dem Streamen von Filmen nicht mehr zwischendurch Mittagessen gehen können.

Im Vorfeld hatte die Stadt mit Hilfe des Planers Ralf Berger von der Firma Innoka Lauchhammer ein sogenanntes Markterkundungsverfahren durchgeführt. Dabei wird ermittelt, ob Telekommunikationsunternehmen eigene Ausbaupläne haben. Ergebnis war, dass ein solcher Anbieter, der aus Wettbewerbsgründen nicht genannt wird, 2490 Pegauer Haushalte mit einer Datenrate von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgen will, sagte Berger.

Nach dieser Selbstverpflichtung im ersten Quartal hat der Anbieter dafür drei Jahre Zeit. Aufgrund von mangelnder Wirtschaftlichkeit sollen die restlichen 147 Haushalte bei diesem Vorhaben allerdings unberücksichtigt bleiben. „Deshalb können für diese dann öffentliche Gelder eingesetzt werden“, so Berger weiter. Was Pegau mit dem Auftrag an die Telekom für rund 19 800 Euro nun macht. Sie hat das in maximal 18 Monaten zu erledigen. „Es muss aber nicht so lange dauern“, sagte Bauamtsleiter Gunther Grothe.

Dieser Ausbau soll unter anderem den Gebäuden im Umfeld des Stadtbades sowie dem Wohnhaus an der Untermühle zugutekommen, fügte er hinzu. Auch das Gewerbegebiet Carsdorfer Höhe werde davon profitieren.

Berger geht davon aus, dass dieser Auftrag den ungenannten Anbieter des Eigenausbaus etwas unter Druck setzt, sodass der nicht erst bis 2020 wartet. „Wenn beide Projekte umgesetzt sind, gibt es eine flächendeckende Breitbandversorgung in Pegau“, stellte der Planer in Aussicht.

Von Olaf Krenz

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