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Borna Pegau kauft Bahndamm für Hochwasserschutz
Region Borna Pegau kauft Bahndamm für Hochwasserschutz
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13:15 11.03.2018
Pegau erwirbt den ehemaligen Bahndamm in der Nähe der Ratsziegelei für den Hochwasserschutz. Quelle: Andreas Döring
Pegau

Hochwasserschutz ist der Grund für aktuelle Flächenkäufe der Stadt Pegau. Es geht um einige Hundert Meter Bahndamm der ehemaligen Strecke PegauGroitzsch auf beiden Seiten der Bundesstraße 2. Die Kommune kauft die 19 165 Quadratmeter, also 1,9 Hektar, für 22 000 Euro zuzüglich Nebenkosten von der Firma Roth AG. Diese hatte die Flurstücke nach der Entwidmung der stillgelegten Strecke von der Deutschen Bahn AG erworben.

Landestalsperrenverwaltung hat kein Geld für Kauf

„Eigentlich sollte aus unserer Sicht die Landestalsperrenverwaltung die Grundstücke kaufen“, sagte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) in der jüngsten Stadtratssitzung. Doch vom Leiter des zuständigen Betriebes Elbaue/Mulde/Untere Weiße Elster in Rötha sei ihm mitgeteilt worden, dass dafür kein Geld da ist. „Damit dort keiner baggert, übernehmen wir das. Dann haben wir zumindest Einfluss drauf, sind uns nicht die Hände gebunden“, so Rösel.

Dem größten Stück, von der B 2 in nordwestliche Richtung, kommt dabei offenbar eine wesentliche Bedeutung zu. „Dieser Damm hat während des Hochwassers 2011 verhindert, dass die Ratsziegelei (ein Wohngebiet, d. A.) überströmt wurde“, heißt es in der Begründung zum Stadtratsbeschluss. Stadtrat Uwe Bartsch (Freie Wählergemeinschaft Kitzen) erinnerte an Feuerwehreinsätze im Januar vor sieben Jahren. „Wir mussten aber damals schon Sandsäcke in den Damm packen, weil dort zuvor Durchlässe geschaffen worden waren, damit Leute schneller aufs Feld konnten.“

Bauamtsleiter Gunther Grothe bestätigte, dass Lücken geschlossen werden mussten. Dann aber habe der Damm das Wasser abgehalten, das von Kallenbachs Teichen gekommen war. Und der Erdwall habe auch 2013 nichts weiter durchgelassen. Was jedoch die Ratsziegelei nicht gerettet hatte, weil diesmal das Wasser von B 2 her eingeströmt war. Für einen solchen Fall erhofft sich die Stadt einen Fortschritt nach dem Kauf des südöstlichen Dammabschnitts. Hier könnte mit einem Teilrückbau der Abfluss eines Hochwassers verbessert werden.

Absage in Sachen Fördermittel

Stadtrat Peter Kretschmer (CDU) wollte wissen, ob mit Öl und anderen Rückständen im Schotter auf dem Bahndamm gerechnet wird. Was Grothe verneinte. „Am Bahnübergang Carsdorf ist eine Probe genommen worden, und das war in Ordnung“, antwortete er.

Der Bauamtsleiter sagte auch, dass Pegau wegen Fördermitteln für den Kauf und erforderliche Arbeiten nachgefragt hatte. Bei der Absage habe es geheißen, dass aufgrund der öffentliche Aufgabe Hochwasserschutz erneut mit der Landestalsperrenverwaltung gesprochen werden solle. „Und wir bemühen uns bei der Sparkasse um eine Kofinanzierung, weil die sich häufig in Umweltangelegenheiten engagiert.“

Gleichzeitig mit dem Bahndamm kauft die Stadt weitere knapp 1200 Quadratmeter von der Roth AG für je einen Euro. Der schmale Streifen liegt quer am Weiderodaer Weg, nördlich der Probsteisiedlung. Derzeit landwirtschaftlich genutzt, könnte er künftig Bauland werden.

Von Olaf Krenz

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