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Borna Pegau lädt im August zum Schützenfest
Region Borna Pegau lädt im August zum Schützenfest
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16:38 28.07.2016
Am 6. August geht es in Pegau wieder um den Titel Schützenkönig. Quelle: Mathias Bierende
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Pegau

Schützenkönige haben es nicht leicht. Zwar können sie sich rühmen, der Beste unter vielen beim Schießen gewesen zu sein, doch die anschließende Getränke-Runde – und zwar für alle – geht alleine auf seine Kappe oder vielmehr aus seinem Portemonnaie. In Pegau wird am Sonnabend, 6. August, wieder der beste Schütze gesucht. Wer Ambitionen auf den Titel hegt, hat ja noch eine Woche Zeit zum Sparen.

Das Schützenfest des Allgemeinen Schützenvereins zu Pegau 1944/1990 – so der offizielle Titel des Vereins – geht damit in eine neue Runde. Bereits am Freitag, 5. August, können sich Kinder und Jugendliche an der Sportart probieren. Je nach Alter stehen unter anderem Pfeil und Bogen, Armbrust und eine Laseranlage zur Verfügung. Für die weiblichen Mitglieder und die Frauen der Schützen geht es ab 18 Uhr um die Wahl der Apfelkönigin. DJ Steffen legt dann ab 20 Uhr auf dem Schützenplatz auf.

Der Sonnabend beginnt so, dass jeder antretende Schütze noch genug Schlaf vorab abbekommen könnte. Um 11.30 Uhr erfolgt die Begrüßung der Gastvereine, zu Gast sind unter anderem die aus Groitzsch, Frohburg und Rötha. Ab 13 Uhr wird es ernst. „Antreten können alle Herren des Pegauer Vereins, die es sich zum einen zutrauen, Schützenkönig zu werden, und die zum anderen den entsprechenden Geldbeutel mitbringen“, sagt Helge Schubert vom Schützenverein, der diesen 1990 mit anderen Sportlern wieder aus der Taufe hob. Traditionell wird seit Jahrzehnten bereits auf einen Adler geschossen. Dieser wurde in diesem Jahr von einem Tischler angefertigt und kann bei einem guten Auge kaum verfehlt werden, immerhin passt er in einen rund zwei mal zwei Meter großen Kasten rein, der auf einem Mast inklusive eines Kugelfangs montiert ist.

Doch die Krux liegt wie immer im Detail. Laut Schubert gehe es nicht darum, sofort den ganzen Adler von seinem Podest zu holen, sondern zunächst einzelne Teile zu treffen. Und dazu gehören – in der Reihenfolge – der Reichsapfel, das Zepter, die Krone, der Schwanz, der rechte und linke Flügel und zu guter Letzt der Korpus. In der ganzen Geschichtes des Vereins, und die ist seit dem Gründungsjahr 1444 mehr oder weniger akribisch belegt, sei es wohl noch nie vorgekommen, dass Schützen nicht zum Zuge gekommen sind, weil andere schon alles getroffen hatten. „Meist gibt es zwei bis drei Durchgänge, bis der Korpus dann endgültig abfällt“, sagt Schubert. Derjenige, dem das gelingt, ist dann Schützenkönig. „Und der muss auf jeden Fall was springen lassen“, sagt Schubert. Doch die ganz große Sorge kann er dennoch nehmen: Das vergangene Jahr über ist einiges an Geld in der Vereinskasse gelandet, das nur für den Zweck gesammelt wurde.

Die Nachwuchsschützen können sich am Nachmittag dann erneut an Laser oder Bogen üben, zudem gibt es Kaffee, Kuchen und für die ganz kleinen Besucher eine Hüpfburg. Am Abend spielt die Grasband Wachau, werden die Ehrungen vorgenommen und die Auslosung der Tombola bekannt gegeben.

Am Sonntag kommen dann noch einmal alle zum gemeinsamen Frühschoppen ab 10 Uhr zusammen.

Von Julia Tonne

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