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Borna Pegau nimmt Anlauf: Hortneubau, Sanierung im Stadtbad und der Großen Anlage
Region Borna Pegau nimmt Anlauf: Hortneubau, Sanierung im Stadtbad und der Großen Anlage
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16:15 24.01.2016
Gespräche über Wirtschaft und Politik (v.l.): Pegaus stellvertretender Bürgermeister Horst Willigalla, Dietmar und Jens Ende vom Vorstand des Gewerbevereins sowie der Elstertrebnitzer Bürgermeister David Zühlke. Quelle: Kathrin Haase
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Pegau

Kein Wort über die aktuellen Ereignisse im Rathaus, kein Wort über die Wahl des Kämmerers und das Verwandtschaftsverhältnis zum Bürgermeister Frank Rösel (parteilos). Der gestrige Neujahrsempfang des Gewerbevereins Pegau im kleinen Rathaussaal streute weder Salz noch Pfeffer in die Wunde, sondern blieb bei den positiven Fakten der Kommunalpolitik. Gastgeber Albrecht Landgraf, der Vereinsvorsitzende, stellte fest, dass „wir seit unserem letzten Empfang vor zwei Jahren einige Menschen in neuer Funktion sehen und viele Mitglieder des Vereins mittlerweile im Stadtrat sitzen.“ Im Büro des Bürgermeisters sei die „dekorative mechanische Schreibmaschine durch einen Computer ersetzt worden, der tatsächlich internetfähig ist und E-Mails versenden kann“, scherzte er.

Landrat Henry Graichen (CDU) fing den Ball auf und erläuterte, dass die Bundesregierung den Breitbandausbau bis 2018 vorantreiben und alle Haushalte mit schnellem Internet (mindestens 50 Megabit pro Sekunde) ausstatten will. „Im Moment liegen wir im Landkreis bei 30 Prozent“, erläuterte Graichen. „Das zeigt, wie viel Arbeit hier noch vor uns liegt.“ Ansonsten habe sich das Leipziger Land „wirtschaftlich an die Spitze aller Landkreise gearbeitet. Das spürt man auch an der guten Beschäftigungsquote in den Kommunen“. Nicht zuletzt tragen die Gewerbebetriebe einen großen Teil dieser Entwicklung. „Wir haben allen Grund, frohen Mutes vorauszuschauen. Bewahren Sie sich den Optimismus des Jahresanfangs für das ganze Jahr.“

Und das Jahr 2016 wird in Pegau wieder ein ganz besonders arbeitsreiches. Im Mittelpunkt stehe laut Bürgermeister Frank Rösel der Hortneubau an der Schule. 2,4 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, wovon der Freistaat 1,1 Millionen übernimmt und die Kommune mit Hilfe anderer Förder- und Eigenmittel 1,3 Millionen Euro stemmen muss. „Das ist für Pegau eine ganz große Nummer. Der Hort ist die einzige Hochwassermaßnahme, die nicht hundertprozentig gefördert wird“, erläutert Rösel. Am 28. Januar findet ab 14 Uhr die feierliche Grundsteinlegung statt. Alle Pegauer und interessierte Gäste sind dazu eingeladen.

Weitere Vorhaben sind die Umgestaltung des Gutsherrenparks in Kitzen und der Großen Anlage in Pegau, die Sanierung der zweiten Flutbrücke für 1,3 Millionen Euro und die Sanierung des Beckenrandes mit Einbau neuer Technik im Stadtbad. Allein 4,8 Millionen Euro sind an Investitionen für dieses Jahr vorgesehen, dazu kommen eine Reihe von Hochwassermaßnahmen. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 449 Euro liege Pegau 400 Euro unter der kritischen Grenze und befinde sich auf einem guten Weg, erklärte Rösel. Das belegt auch die aktuelle Einwohnerstatistik. Im ersten Halbjahr 2015 gab es 35 mehr Zu- als Wegzüge aus der Elsterstadt.

Von Kathrin Haase

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