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Pegau nun mit eigener Anlaufstelle für Jugendliche

Diakonie-Jugendbüro Pegau nun mit eigener Anlaufstelle für Jugendliche

Kickertisch, Lümmelkissen, Regale voller Spiele und Bastelutensilien: Der ehemalige Bäckerladen in der Pegauer Breitstraße 23 hat sich ziemlich verändert. Er gehört zum Jugendbüro Groitzsch-Pegau der Diakonie, das hier einen weiteren Standort eröffnet hat. Ansprechpartnerin für die jungen Leute ist Jennifer Frischbier.

Pegaus Bürgermeister Frank Rösel gratuliert Jennifer Frischbier zur offiziellen Eröffnung des Diakonie-Jugendbüros in Pegau.

Quelle: Andreas Döring

Pegau. Viel Erfolg, viele interessierte Kinder und Jugendliche sowie gute Zusammenarbeit hat Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) Jennifer Frischbier am Montag gewünscht. Die 25-jährige Sozialarbeiterin betreut seit Herbst 2015 die offene Jugendarbeit in Pegau und Groitzsch. Nachdem es bereits seit Oktober 2015 das Jugendbüro Groitzsch-Pegau der Diakonie Leipziger Land in Groitzsch gibt, ist im Dezember ein zweiter Standort in Pegau geschaffen worden. Dieses Büro ist nun auch offiziell eröffnet – mit Kickertisch, Lümmelkissen, Regalen voller Spielen und Bastelutensilien. Damit haben Jugendliche hier ebenfalls eine Anlaufstelle, wo sie ein offenes Ohr für Liebeskummer, Schulprobleme, Geldsorgen, Projektideen und andere Anliegen finden.

„Jetzt ist die mobile Jugendarbeit auch in Pegau angekommen“, freut sich der Stadtchef. Ihm habe am Herzen gelegen, dass Kinder und Jugendliche auch in seiner Stadt eine direkte Anlaufstelle haben. Die Räume in einem ehemaligen Bäckerladen in der Breitstraße liegen mitten in der Stadt, so dass Oberschüler auf dem Weg auch ganz spontan reinschauen können. „Wir hoffen, mit diesem Büro noch mehr Jugendliche zu erreichen“, erklärt Rösel. Junge Leute wollten nicht ständig betreut werden, doch wenn es darauf ankommt, sollen sie einen Ansprechpartner haben, ist ihm wichtig.

Schon jetzt erreiche ihn ein positives Echo auf diese Jugendarbeit. „Die Arbeit hat Niveau und wir sind glücklich darüber, dass es so gut läuft“, sagt der Bürgermeister. Als sich die Möglichkeit für ein solches Angebot ergab, griffen die Stadtchefs von Groitzsch und Pegau sofort zu. Beide Kommunen arbeiten schon länger bei der Schulsozialarbeit zusammen, ebenfalls in Trägerschaft der Diakonie Leipziger Land. So ist eine gemeinsame Schulsozialarbeiterin Ansprechpartner an den Oberschulen Pegau und Groitzsch. „Das funktioniert einwandfrei“, betont Rösel.

Jennifer Frischbier vom Jugendbüro Groitzsch-Pegau organisiert gemeinsam mit Schulsozialarbeitern Ferienangebote, Sportturniere, Streitschlichtergruppen, Flüchtlingsprojekte und vieles andere mehr. Ihr Motto: Nichts fertig vorsetzen, weshalb sie eigentlich nur anstößt, unterstützt und begleitet. Die Skate-Park-Gruppe Pegau, die in diesem Jahr wieder ein Festival auf die Beine stellen will, trifft sich regelmäßig im Jugendbüro, wo ihnen Jennifer Frischbier zum Beispiel beim Bearbeiten von Anträgen hilft. Aber grundsätzlich lässt sie die Jugendlichen selber machen.

„Besonders Fünft- und Sechstklässler, die plötzlich ohne Hort dastehen, gehen im Jugendbüro ein und aus“, erzählt die 25-Jährige, die sich auch auf Schulhöfe stellt, um ihre Angebote bekannt zu machen und Kontakte zu knüpfen. Aber auch Ältere kommen gern vorbei, um einfach mal zu quatschen. Im Sommer will sie die Tür offen stehen lassen, um zu signalisieren: „Ihr seid hier herzlich willkommen“.

Auch etliche ältere Pegauer seien übrigens zu ihr ins Büro gekommen und hätten freudig gefragt, ob jetzt hier wohl wieder ein Bäcker aufmacht. Als sie ihnen erklärt habe, dass etwas für Jugendliche passiert, hätten sie sich darüber aber auch sehr gefreut.

Kontakt: Diakonie Leipziger Land, Jugendbüro Groitzsch-Pegau, Jennifer Frischbier, Tel. 0176/45911356, E-Mail jennifer.frischbier@diakonie-leipziger-land.de, Standort Groitzsch: Bahnhofstraße 47, Mittwoch und Donnerstag 12-17 Uhr, Standort Pegau: Breitstraße 23, Dienstag und Freitag 12-17 Uhr

Von Inge Engelhardt

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