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Borna Pegau plant neue Kita neben Schulkomplex
Region Borna Pegau plant neue Kita neben Schulkomplex
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07:00 02.11.2016
Kinder in der Wiederauer Einrichtung. Quelle: Claudia Carell
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Pegau

Ihr Quartett an Kindertagesstätten will die Stadt Pegau in nächster Zukunft auf eine Handvoll aufstocken. Geplant ist, anschließend an den Hort, der derzeit errichtet wird, in der Straße Vorwerk die fünfte Einrichtung der Kommune für die Betreuung von ein- bis sechsjährigen Steppkes aufzubauen. Bisher gibt es die Kitas „Sonnenschein“ und „Zwergenstübchen“ (Wiederau), die in Trägerschaft der Volkssolidarität, Kreisverband Borna, sind, das evangelische „Grüne Tal“ und das „Haus Sonnenschein“ (Kitzen), das von der Volkssolidarität, Kreisverband Leipziger Land/Muldental, geleitet wird.

„Wir haben gemerkt, dass wir mit den vorhandenen Kita-Plätzen nicht mehr auskommen“, sagt Bauamtsleiter Gunther Grothe. „Und die in den bestehenden Häusern geplanten Erweiterungen reichen nicht.“ Mit dem neuen Projekt sollen 20 Kindergarten- und zehn Krippenplätze geschaffen werden.

Dazu hat der Stadtrat den Kauf einer knapp 1000 Quadratmeter großen Fläche zum Preis von 130 000 Euro beschlossen. Dort war in der Vergangenheit die Firma Autolackierung & Werbung Schmude zu Hause; damit verschwindet eine Gewerbeimmobilie in einer sonst reinen Wohnanlage.

Zuvor hatte der Abgeordnete Horst Wiligalla (Wählergemeinschaft Pro Pegau) an eine frühere Ablehnung dieses Ankaufs erinnert. Er brachte wieder den alten Hort am Schützenplatz ins Spiel. Dazu wurden Beschlüsse gefasst, wies Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) den Einwand zurück. Grothe erklärte, dass die Behörden keine Kindereinrichtung im Überschwemmungsgebiet genehmigen würden. Zudem hatte Pegau doch nach dem Hochwasser 2013 Fördermittel für die Verlagerung des Hortes erhalten – mit denen jetzt gegenüber der beiden Schulen gebaut wird. Mit diesen drei Häusern sowie der Sporthalle und ihren Außenanlagen ist in dem städtischen Bereich schon einiges an Einrichtungen für Bildung und Nachwuchs konzentriert, so der Bauamtsleiter. Das wird von einer Kita gut ergänzt.

Zum Standortvorteil kommt die gute Bausubstanz auf dem Schmude’schen Areal. „Das Bürogebäude wollen wir auf jeden Fall nutzen“, meint Grothe. „Bei der Werkhalle müssen wir mal sehen.“ In den nächsten zwei Monaten soll geprüft werden, was mit diesem Bestand möglich ist – baulich, aber auch räumlich. Dazu hat der Stadtrat einen Planungsauftrag an das einheimische Architekturbüro Albus vergeben; Chef Joachim Albus, der CDU-Abgeordneter ist, nahm wegen Befangenheit nicht an der Abstimmung teil.

Auf Nachfrage von Albrecht Landgraf (CDU) bestätigte Grothe, dass die Planung phasenweise freigegeben wird: „Wir können den Prozess jederzeit stoppen, wenn wir mit den Vorschlägen nicht einverstanden sind.“ Wiederaus Ortsvorsteher Michael Buth bangte um die zuvor geplanten Projekte in anderen Kindereinrichtungen: „Sind die noch vorgesehen?“ Bürgermeister Rösel beruhigte: „Das betreiben wir parallel weiter.“ Grothe fügte hinzu, dass gerade das Vorhaben in Wiederau fortschreitet. „Dort sind uns ja sechs Plätze wegen behördlicher Forderungen weggenommen worden. Die wollen wir unbedingt zurückhaben.“ Den Fördermittelantrag für die dazu erforderlichen Arbeiten habe das Rathaus bereits gestellt.

Für den Neubau im Vorwerk „geben wir uns Mühe, dass wir im nächsten Jahr mit dem Bau starten können“, blickte der Bauamtsleiter voraus. „Noch haben wir aber keine Ahnung, welcher Kostenumfang auf uns zukommt.“ Für 2017 stehen zunächst 380 000 Euro in Aussicht, rund 75 Prozent davon aus Fördermitteln.

Von Olaf Krenz

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