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Borna Pegau revidiert Beschluss: Bürgertreff für Wiederau entsteht am Festplatz
Region Borna Pegau revidiert Beschluss: Bürgertreff für Wiederau entsteht am Festplatz
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11:02 01.05.2018
Dieser unbeleuchtete Weg zur Senderanlage bleibt den Wiederauern erspart. Die Bürgerbegegnungsstätte wird am Festplatz gebaut. Quelle: Jens Paul Taubert
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Pegau

Volkes Stimme wird erhört. Zumindest ist das bei der Bürgerbegegnungsstätte Wiederau der Fall – im zweiten Anlauf. Sie wird der Ersatz für bisherige Vereinsräume, die der Kindertagesstätte „Zwergenstübchen“ zugeschlagen werden. Der Stadtrat Pegau beschloss am Mittwochabend einstimmig, dass nun im nächsten Jahr ein Neubau errichtet wird. Dabei geht es um Kosten von 250 000 Euro, die Kommune rechnet mit reichlich 60 Prozent Fördermitteln. Die Baugenehmigung liegt schon vor, erklärte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos).

Auslöser für die Suche nach einem neuen Treff war die erforderliche Erweiterung der Kita. Die teilt sich seit dem starken Geburtenrückgang vor mehr als 20 Jahren den Flachbau mit dem Kulturverein und dem DRK-Ortsverband. „Das Landesjugendamt hat uns mal sechs Plätze gestrichen, weil es einen Raum nicht für die Betreuung anerkannte“, erklärte Rösel. Und die Kinderzahlen steigen längst wieder. Nach Abstimmung mit den Vereinen hatte der Stadtrat im Februar beschlossen, die Begegnungsstätte auf dem Gelände des früheren Senders Wiederau einzurichten. „Wir hatten schon mit dem Eigentümer gesprochen, um ein Gebäude langfristig zu mieten“, so der Bürgermeister. Damals war es um eine Investition von 134 000 Euro gegangen.

Das Projekt war allerdings auf Gegenwind aus der Einwohnerschaft gestoßen. „Das ist doch unglaublich und an Zumutung nicht mehr zu übertreffen... Was haben die Vereine und Menschen in Wiederau verbrochen, dass man sie in die Pampa schickt?“, hatte Dieter Frankenberg in einem Leserbrief an die LVZ geschrieben. Weil die Senderanlage außerhalb des Dorfes liegt, nur über eine Straße „ohne Fußweg und Beleuchtung“ zu erreichen sei.

„Die Bürger sind an den Ortsvorsteher herangetreten, der kam dann zu mir“, erklärte Rösel. Schließlich wurde der Standort verworfen. „Wir wollen ja kein Geld in ein Haus stecken, das dann keiner nutzt.“ Die Alternative ist nun eine Fläche am Festplatz.

Mit der Verschiebung des Vorhabens auf 2018 können die Wiederauer gut leben; der Kita-Umbau ist erst 2019 vorgesehen. Allerdings wird der neue Treff teurer, was für die Kommune Eigenmittel von knapp 100 000 Euro bedeutet. Bei der ersten Variante ging es nur um ein Drittel davon. Das Geld soll aus den liquiden Mitteln zur Verfügung gestellt werden. Die künftigen Betriebskosten will der Kulturverein tragen.

Von Olaf Krenz

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